Erstes Quartal 2006
Industrieaufträge erneut gestiegen

Die deutsche Industrie hat im ersten Vierteljahr 2006 ein deutliches Auftragsplus verzeichnet. Die Unternehmen profitierten vor allem von der starken Nachfrage aus dem Ausland. Allerdings haben die Daten dieses Mal nur begrenzte Aussagekraft.

HB BERLIN. Wegen des Streiks im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen basieren die Berechnungen auf Schätzungen für dieses Bundesland. Für NRW unterstellte das Statistische Bundesamt, dass sich die Aufträge in NRW in den Monaten Februar und März wie im restlichen Bundesgebiet entwickelten. Demnach erhöhten sich im ersten Quartal 2006 die Auftragseingänge nach der Modellrechnung preis-, kalender- und saisonbereinigt zum Vorquartal um 1,0 Prozent“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Vom dritten auf das vierte Quartal 2005 seien die Aufträge um 3,3 Prozent gestiegen.

Der Auftragseingang zählt zu den wichtigsten Indikatoren für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Wegen des Streiks war bereits die ursprünglich für Anfang April geplante Meldung der Februar-Ergebnisse ausgefallen. Die Industrie in NRW hat ein Gewicht von rund 20 Prozent an den deutschen Daten. Analysten waren davon ausgegangen, dass die Industrie nach dem Auftragsplus von 1,4 Prozent im Januar auch im Februar und März mehr Bestellungen bekommen hat. Umfragen zum Ifo-Geschäftsklima und zu den Einkaufsmanager-Indizes hatten bis in den April hinein einen Boom der Industrie signalisiert.

Ohne Nordrhein-Westfalen verbuchte die Branche dem Ministerium zufolge im März einen unbereinigten Auftragszuwachs im Jahresvergleich von 15 Prozent nach 17,2 Prozent im Februar. Die Zahl der Großaufträge sei in beiden Monaten durchschnittlich gewesen. „Die stärkeren Impulse kamen auch im Februar und März aus dem Ausland“, erklärte das Ministerium. Ohne Preis-, Kalender- und Saisonbereinigung habe die Industrie in den 15 Bundesländern ohne NRW von dort im März 17,7 Prozent und im Februar 26,2 Prozent mehr Aufträge als vor Jahresfrist erhalten. Aus dem Inland legte der Bestelleingang nur um 12,2 und 8,1 Prozent zu.

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