Erstes Quartal
US-Defizit kräftig ausgeweitet

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz hat sich im ersten Quartal 2008 stark ausgeweitet. Das überraschte auch die Analysten. Schlechte Nachrichten gab es zudem vom Immobilienmarkt.

HB WASHINGTON. Das US-Leistungsbilanzdefizit hat sich im ersten Quartal kräftig ausgeweitet. Der Fehlbetrag stieg auf 176,4 Milliarden Dollar von revidiert 167,24 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2007, wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 173,5 Milliarden Dollar gerechnet.

Das US-Leistungsbilanzdefizit gilt als eines der größten Risiken für die Weltwirtschaft, da die USA zur Finanzierung des in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Fehlbetrags immer mehr ausländisches Kapital benötigen.

Die US-Wohnbaubeginne signalisierten zudem, dass sich die Lage am US-Immobilienmarkt deutlich verschlechtert hat. Die Zahl der Wohnbaubeginne fiel im Mai aufs Jahr hochgerechnet um 3,3 Prozent auf 975 000 und damit auf den tiefsten Stand seit März 1991. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 980 000 gerechnet. Für April wurde die Zahl der Wohnbaubeginne auf 1,008 Millionen von den ursprünglich gemeldeten 1,032 Millionen gesenkt.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime sank um 1,3 Prozent. Die Zahl der genehmigten Anträge lag aufs Jahr hochgerechnet bei 969 000. Die Zahl ist ein Barometer für den zukünftigen Häuserbau und lag höher als von Volkswirten mit 960 000 erwartet.

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