Erstmals seit 2010
Inflationsrate fällt unter zwei Prozent

In Deutschland sind die Preise erstmals seit 2010 wieder stabil - zumindest nach der Definition der EZB. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai nur geringfügig. Benzin und Diesel wurden billiger.
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BerlinDie Inflationsrate in Deutschland ist im Mai erstmals seit über anderthalb Jahren unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zuletzt hatte die Teuerungsrate im Dezember 2010 unter der Schwelle von 2,0 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat April sanken die Preise laut Statistik sogar um 0,2 Prozent. Nach dem für den europäischen Vergleich berechneten Harmonisierten Verbraucherpreisindex lag die Inflationsrate im Mai 2012 bei 2,2 Prozent. Diese Zahlen werden auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind auch Maßstab der Europäischen Zentralbank (EZB): Bei einer mittelfristigen Inflation von knapp unterhalb 2,0 Prozent sieht die EZB die Preisstabilität gewahrt. Mit den Angaben vom Mittwoch bestätigte das Statistische Bundesamt vorläufige Schätzungen von Ende Mai.

Verantwortlich für den langsameren Anstieg der Preise war den Statistikern zufolge die zuletzt weniger starke Teuerung bei Energie: Diese war zwar immer noch 4,9 Prozent teurer als vor einem Jahr, doch zuvor waren die Preise sehr viel schneller in die Höhe geklettert.

Im Vergleich zum April stellten die Statistiker sogar erstmals in diesem Jahr einen Rückgang der Kraftstoffpreise fest. Heizöl wurde demnach schon den dritten Monat in Folge günstiger. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte der Preisanstieg im Mai im Vergleich zum Vorjahr nur 1,5 Prozent betragen.

Lebensmittel waren im Mai den Angaben zufolge um 2,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Fleisch und Fleischwaren kosteten 5,7 Prozent, Süßwaren, Brot und Getreideerzeugnisse 4,7 Prozent mehr. Gemüse verbilligte sich demnach um 3,1 Prozent auf Jahressicht, Öle und Fette wurden 3,8 Prozent günstiger. Um fast ein Fünftel sogar sanken den Angaben zufolge die Preise für Kartoffeln und Butter.

Die Teuerung bei Dienstleistungen lag deutlich unter dem Durchschnitt: Sie waren nur um 1,2 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mieten stiegen demnach "weiterhin moderat" um 1,1 Prozent. Flugtickets wurden zur Reisezeit 9,9 Prozent teurer, Pauschalreisen 9,0 Prozent. Deutliche Preisrückgänge hingegen habe es in den Bereichen Bildung und Finanzdienstleistungen gegeben, teilten die Statistiker mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Eine fette Lüge!

    Zudem sind die Mieten zwangsgedeckelt. Was dazu führt, daß die Häuser vergammeln und Neubauten in Baumarktqualität oder als us-amerikanische Holzbuden entstehen.

  • Wieso werden denn hier Menschen für dumm gehalten? Vielleicht sind manche Menschen auch einfach dumm. Vor allem in einem gewissen Deutschland scheinen manche Menschen einfach keine Ahnung zu haben was Inflation bedeutet.
    Inflation steigt = schlecht,
    Inflation sinkt = "wir werden für dumm verkauft".
    Der Euro hat sogar in der Krise einen niedrigeren Inflationswert als die DM in ihrer gesamten Laufbahn.

    Man hat einfach keine Ahnung und denkt anhand eines einzigen Wertes herausfinden zu können ob es einem in der Zukunft besser oder schlechter gehen wird oder ob eine Währung (was ja noch lächerlicher ist) schuld sein kann. Dann lest doch gleich Horoskop!

  • Ich glaube diesen Mist zwar auch nicht, aber mir ist eine etwas höhere Inflation lieber als eine ausgewachsene Depression. Denkt mal nach: Alle haben Angst vor der kommenden Inflation. Vermögenspreise (Häuser, Edelmetalle) steigen. Gleichzeitig sehen wir seit einigen Wochen nun auf breiter Front fallende Rohstoffpreise. Sowas hatten wir schonmal in 2008. Was dann kam wissen wir alle noch zu gut.
    Man sollte auf die Gefahr von beiden Seiten achten und sich auch Gedanken machen, wie man in beiden Szenarien möglichst unbeschadet durchkommt.

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