Erzeugerpreise steigen
Überraschende US-Konjunkturdaten

Teurere Energie hat die Erzeugerpreise in den USA im Mai erneut überraschend kräftig um 0,9 Prozent nach oben getrieben. Auch bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe lagen die Volkswirte mit ihren Schätzungen daneben.

HB WASHINGTON. Im April waren die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent gestiegen. In der Kernrate, also ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Kosten für Energie und Lebensmittel, ergab sich nach Regierungsangaben von Donnerstag hingegen nur ein Anstieg um 0,2 Prozent zum Vormonat. Volkswirte hatten bei der Kernrate mit einer Teuerung in dieser Größenordnung gerechnet und bei den Erzeugerpreisen insgesamt ein Plus von 0,6 Prozent prognostiziert. Die Energiepreise in den USA legten im Mai um 4,1 Prozent zu und damit so stark wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Hauptgrund war ein Anstieg der Benzinpreise um mehr als zehn Prozent. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 9. Juni auf einem unveränderten Stand geblieben. Volkswirte hatten einen Anstieg um 6.000 erwartet. Für die Vorwoche wurden die Daten auf plus 2.000 auf 311.000 (vorläufig: minus 1.000 auf 309.000) revidiert. Ein Niveau von etwa 300.000 Anträgen deutet nach Einschätzung von Volkswirten auf einen robusten Arbeitsmarkt hin.

Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit 311 250 (Vorwoche revidiert: 307 500; vorläufig: 307 250) an. In der Woche zum 2. Juni erhielten 2,487 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 43 000.

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