Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsatz
Enttäuschende US-Daten heizen Zinsdebatte an

Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im Oktober gesunken, aber nicht so stark wie befürchtet. Vor allem ein Zuwachs der Auto-Verkäufe verhinderte einen stärkeren Rückgang der Gesamterlöse. Schlechter sehen die Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen aus. Prompt kamen neue Spekulation über die Reaktion der Fed auf.

HB WASHINGTON. Die Erzeugerpreise sanken im im Oktober um 1,6 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet. Vor allem ein Rückgang bei den Energiepreisen - etwa beim Benzin - sei für die Entwicklung verantwortlich, teilte das Arbeitsministerium mit. Aber auch in der Kernrate, also ohne die Berücksichtigung der stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel, ergab sich ein Rückgang von 0,9 Prozent.

Volkswirte hatten bei der Kernrate einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet und bei den Erzeugerpreisen insgesamt ein Minus von 0,5 Prozent. Die Daten heizten am Finanzmarkt Spekulationen darüber an, dass die Fed schon Anfang kommenden Jahres die Zinsen senken könnte.

Auch der US-Einzelhandelsumsatz ging im Oktober zurück. Laut Handelsministerium sanken die Umsätze um 0,2 Prozent nach einem Rückgang um 0,8 Prozent im September, während Analysten im Schnitt mit minus 0,4 Prozent gerechnet hatten. Der Auto-Absatz legte um 0,6 Prozent zu. Ohne Berücksichtigung dieser Branche ergab sich ein Minus von 0,4 Prozent. Dies war doppelt so stark wie erwartet.

Hauptgrund für den Rückgang waren die Einnahmen an den Zapfsäulen. Wegen der stark gesunkenen Benzinpreise sanken die Erlöse der Tankstellen deutlich und zwar um 6,0 Prozent. Die Benzinpreise erreichten im Oktober den tiefsten Stand des Jahres.

Die Umsätze des US-Einzelhandels gelten als wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft. Sie machen rund ein Drittel der gesamten Verbraucherausgaben aus, die wiederum rund zwei Drittel des Wirtschaftswachstums repräsentieren.

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