EU-Finanzminister
Trichet als EZB-Präsident nominiert

Die EU-Finanzminister haben erwartungsgemäß den französischen Notenbankchef Jean-Claude Trichet als Nachfolger von EZB-Präsident Wim Duisenberg nominiert.

Reuters BRÜSSEL. Die Finanzminister hätten der Nominierung ohne Aussprache zugestimmt, hieß es am Dienstag aus Delegationskreisen am Rande der Ministerratssitzung in Brüssel. Trichet soll sein Amt als Chef der zweitwichtigsten Notenbank der Welt am 1. November antreten. Die Nominierung ist Teil des Ernennungsverfahrens und stand nach einem einmütigen Votum des EU-Gipfels von Thessaloniki vor knapp einem Monat nicht in Frage. Der Weg für Trichet war durch einen Freispruch in einem Strafverfahren wegen Bilanzfälschung in Paris im Juni frei geworden. Der Niederländer Duisenberg war entsprechend einer informellen Vereinbarung bei seiner Ernennung 1998 vor Ende seiner offiziell achtjährigen Amtszeit zurückgetreten. Trichet soll die vollen acht Jahre im Amt bleiben.

Nun müssen das Europäische Parlament und die Europäische Zentralbank (EZB) selbst ihre Stellungnahmen zu Trichets Nominierung abgeben, bis er von den Staats- und Regierungschefs offiziell ernannt werden kann. Der Beschluss über seine Ernennung könnte EU-Diplomaten zufolge ohne ein gesondertes Gipfeltreffen in einem schriftlichen Verfahren oder auch beim Start der Verfassungskonferenz am 4. Oktober in Rom getroffen werden.

Eine Anhörung Trichets vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments ist für den 11. September geplant. In einer Plenarsitzung vom vom 22. bis 25. November könnte das Parölament seine Stellungnahme beschließen.

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