EU-Vertrauensindikatoren steigen
Konjunktur in Europa gewinnt an Schwung

Die Chance für eine stärkere Konjunkturdynamik in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr ist gestiegen. Dies signalisiert die von der EU-Kommission monatlich ermittelte Wirtschaftsstimmung im Oktober.

ari DÜSSELDORF. Der Sammelindex für das Vertrauen in Industrie, Einzelhandel und Bau sowie bei den Dienstleistern und Konsumenten hat seit Juni kontinuierlich zugelegt und erhöhte sich im Oktober auf den höchsten Stand seit Januar. Der Anstieg um 1,9 auf 100,5 Punkte war stärker als in den vorangegangenen Monaten. Damit wurde auch der langjährige Durchschnitt von 100 Punkten wieder übertroffen.

Die EU-Kommission wertete die Entwicklung am Freitag als Indiz dafür, dass die Schwächephase zwischen Herbst 2004 und Juni 2005 überwunden sei. Erfreut zeigte sie sich, dass das Vertrauen in fast allen Kategorien stärker geworden ist. Nur in der Bauwirtschaft stagnierte der Indikator. Die Basis für eine Konjunkturbelebung habe sich damit verbreitert, meinen auch die Volkswirte von Credit Suisse First Boston. Die Ökonomen der Citigroup halten es jetzt für möglich, dass sich das Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte seinem Trend annähert, der auf Jahressicht knapp unter zwei Prozent liegt.

Zurückhaltender äußerten sich die Volkswirte der Commerzbank. Sie stellen in Frage, dass die Konjunkturbelebung nachhaltig ist. Mit Blick auf die immer noch hohen Energiepreise zweifeln sie an einer Erholung des privaten Konsums im vierten Quartal. Sie rechnen damit, dass sich das Wirtschaftswachstum im Vierteljahresvergleich im Schlussquartal auf ein Viertel Prozent halbiert. Der Indikator für die Konsumentenstimmung war revidierten Angaben der EU-Kommission zufolge bereits im September gestiegen und liegt nun mit minus 13 Punkten zwei Punkte höher als im August.

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