Euro-Krise
Das Ende der historischen Rezession

Fast zwei Jahre lang schrumpfte die Euro-Zone Quartal um Quartal – so lange wie nie. Doch jetzt zeichnet sich auch in den harten Zahlen eine Trendwende ab. Das zeigt vor allem eines: Die Euro-Rettungspolitik wirkt.
  • 204

DüsseldorfAusgerechnet wenige Wochen vor der Bundestagswahl kommt die Nachricht auf die alle seit fast zwei Jahren warten. Erstmals seit sechs Quartalen hat es die Euro-Zone geschafft aus der Rezession zu kommen. Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen wuchsen die beiden Schwergewichte Deutschland und Frankreich wieder kräftig – zum anderen fiel die Rezession in den Krisenländern deutlich geringer aus als zuvor. Die Wirtschaft der Eurozone legte im Frühjahr laut dem Europäischen Statistikamt Eurostat um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu.

Das zeigt: Die Euro-Rettungspolitik wirkt. Vor einem Jahr hatte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, angekündigt, dass die Notenbank im Notfall unbegrenzt Anleihen der Krisenländer aufkaufen werde. Dieses Versprechen hat vielen Investoren die Angst vor einem Zusammenbruch des Euros genommen und ihr Vertrauen in den Währungsraum gestärkt. Damit kommen nun andere wirtschaftsstützende Maßnahmen wie etwa die ultraniedrigen Zinsen besser zur Geltung.

Die größere Zuversicht in der Euro-Zone zeigt sich schon seit längerem in den Stimmungsindikatoren. Im August beispielsweise stieg das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Wirtschaftsklima in der Euro-Zone auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Jetzt schlägt sich der Optimismus auch in den harten Daten nieder.

Besonders dynamisch entwickelte sich die deutsche Wirtschaft. Sie wuchs im zweiten Quartal 2013 gegenüber dem Vorquartal kalenderbereinigt um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist das kräftigste Wachstum seit Anfang 2012. Experten hatten ein etwas kleineres Plus von 0,6 Prozent erwartet.

„Die deutsche Wirtschaft hat ein beeindruckendes Comeback hingelegt“, sagte Unicredit-Ökonom Alexander Koch. Das Statistische Bundesamt führt das hohe Wachstum vor allem auf die starke Binnenkonjunktur und höhere Investitionen zurück. Bei den Investitionen habe es einen witterungsbedingten Nachholeffekt gegeben, da im ungewöhnlich langen und kalten Winter ein großer Teil der Bauproduktion zurückgestellt werden musste.

Seite 1:

Das Ende der historischen Rezession

Seite 2:

Portugal ist der europäische Wachstumsstar

Kommentare zu " Euro-Krise: Das Ende der historischen Rezession "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sie verwechseln AfD und CDU. Die CDU hat auf 128 Seiten detailliert beschrieben, wofuer sie steht und was sie vorhaben (http://www.cdu.de/regierungsprogramm), waehrend die AfD ein kuemmerliches 3-seitiges "Wahlprogramm" (entspricht vom Umfang her dem Inhaltsverzeichnis des CDU-Programms) ihr Eigen nennt (eine Sammlung von 32 Punkten ohne Konzepte oder konkrete Aussagen, davon beginnen 23 mit "Wir fordern", nicht "Wir werden").

    Sie koennen aber auch hier nachschauen, was die CDU (oder andere groessere Parteien) vorhat:
    http://www.handelsblatt.com/infografiken/steuern-strompreise-und-frauenquote-was-die-parteien-wirklich-wollen/8532840.html

  • Die AFD ist ein letzter Strohhalm an dem man sich klammern kann.

    Der Euro ist ein historisches Desaster, wirtschaftlich und auch demokratisch.

    Wir sind auf dem Weg in die EU-Tyrannei...





  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%