Euro-Krise
Mehr Franzosen auf Arbeitssuche

In Frankreich spricht der Premierminister von guten Nachrichten: Die Arbeitslosenquote ist leicht gesunken. Aber: die Anzahl der Arbeitslosen ist gestiegen. In Griechenland bleibt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau.
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Athen/ ParisIn Frankreich ist die Arbeitslosenquote im vierten Quartal 2013 leicht zurückgegangen - um 0,1 Punkte auf 9,8 Prozent. Dies gab am Donnerstag das staatliche Statistikamt Insee bekannt. Die Anzahl der Arbeitssuchenden, die bei den französischen Arbeitsämtern registriert waren, stieg jedoch weiter an. Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault sprach dennoch von einer "guten Nachricht".

Präsident François Hollande hatte bis Ende 2013 eine "Umkehr" bei der Arbeitslosenkurve versprochen, die seit Mitte 2011 kontinuierlich gestiegen ist. Die jüngsten Zahlen des Insee zeigten, dass Hollandes Ankündigungen eingehalten worden sei, betonte Arbeitsminister Michel Sapin. Die Methode des Insee sei die gleiche, die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verwendet werde. Dies seien auch die Angaben, auf die die Europäische Kommission achte.

Verbesserungen gab es von Oktober bis Dezember 2013 vor allem bei der Arbeitslosenquote junger Leute zwischen 15 und 24 Jahren. Sie sank im letzten Quartal um 1,2 Prozentpunkte, im gesamten Jahr 2013 um 2,6 Punkte. Mit 22,8 Prozent ist diese Quote aber nach wie vor sehr hoch.

Nach Berechnungen des Insee waren in Frankreich Ende des vergangenen Jahres 2,78 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die französische Arbeitsagentur Pôle Emploi beziffert diese Gruppe hingegen auf 3,31 Millionen. Der Unterschied erklärt sich aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden. Während das Insee die ILO-Kriterien verwendet, nennt Pôle Emploi die Zahl der registrierten Arbeitslosen, die oft nicht dem aktuellen Stand entspricht.

Experten warnten davor, die jüngsten Zahlen überzubewerten. Der leichte Rückgang der Arbeitslosenquote sei auf eine Reihe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Weiterbildungsprogramme zurückzuführen, erläuterte Christine Erhel, vom französischen Arbeitsforschungsinstitut CEE. Das Wachstum in Frankreich sei nach wie vor zu gering. Fabrice Lenglart vom Insee wies darauf hin, dass keine internationale Institution für 2014 eine wesentliche Verbesserung der Beschäftigungslage erwarte.

In Griechenland ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember 2013 weiter auf Rekordniveau geblieben. Die Arbeitslosenquote erreichte nach neuesten Angaben des Statistikamtes Elstat 27,5 Prozent nach 27,6 Prozent im November 2013. Im Dezember 2012 lag die Quote noch bei 26,3 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe bis 24 Jahre hat sich leicht verbessert: Sie lag im Dezember 2013 bei 55,5 Prozent gegenüber 57,1 im Vormonat. Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer: Die griechische Wirtschaft soll nach Schätzungen der Zentralbank und des Finanzministeriums dieses Jahr nach jahrelanger Rezession um 0,6 Prozent wachsen. Arbeitslose erhalten in Griechenland ein Jahr lang Unterstützung. Griechenland hängt am Tropf der Geldgeber aus EU und Internationalem Währungsfonds. Den Griechen wird mit 240 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krise: Mehr Franzosen auf Arbeitssuche"

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  • Wenn man Augias heisst, sollten einen die Griechen schon interessieren.
    Nix fuer ungut.

  • Arbeitslosigkeit bleibt hoch?
    Ja, was haben die Griechen denn mit den vielen, vielen Milliarden gemacht? Haben sie das viele Geld etwa nicht nachhaltig investiert - statt dessen alles für Schnaps und Zigaretten verpulvert? Und: Was haben wir mit deren Arbeitslosigkeit zu schaffen? Und weiter: Haben wir nicht genug mit unseren eigenen Arbeitslosen zu tun?
    Was scheren mich unter diesen unhygienischen Umständen die Griechen?

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