Euro-Rettungsschirm

Direkte Bankenhilfe soll begrenzt werden

Bei 70 Milliarden Euro ist Schluss - so zumindest sagt es ein Dokument zum Euro-Rettungsschirm. Um die Kreditwürdigkeit zu wahren, sollten direkte Bankenhilfen nur noch in Höhe von 50 bis 70 Milliarden gezahlt werden.
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Direkte Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm sollen nur noch in Höhe von 50 bis 70 Milliarden Euro gezahlt werden. Quelle: dpa

Direkte Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm sollen nur noch in Höhe von 50 bis 70 Milliarden Euro gezahlt werden.

(Foto: dpa)

BrüsselDer Euro-Rettungsschirm ESM soll einem Dokument zufolge maximal 70 Milliarden Euro direkt an strauchelnde Banken überweisen dürfen. Um die Spitzen-Kreditwürdigkeit des ESM zu bewahren und die Einsatzfähigkeit seiner anderen Hilfsinstrumente nicht zu schwächen, sollten die direkten Bankenhilfen zwischen 50 und 70 Milliarden Euro liegen, heißt es in dem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend vorlag. Der ESM kann nach bisheriger Planung maximal 500 Milliarden Euro an Hilfskrediten ausgeben.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone hatten im Juni 2012 grundsätzlich beschlossen, dass der Rettungsschirm Kredite nicht nur an kriselnde Staaten, sondern auch direkt an Banken im Währungsraum vergeben können soll. Nach langen Verhandlungen über die Details dieses umstrittenen Instruments wollen die Euro-Finanzminister noch in diesem Monat bei einem Treffen in Luxemburg die konkreten Regeln festlegen.

  • rtr
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14 Kommentare zu "Euro-Rettungsschirm: Direkte Bankenhilfe soll begrenzt werden"

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  • Seltsam, die Experten gehen alle von einem Kapitalbedarf von mehreren hundert Millarden Euro aus. Daher verstehe ich ihre Lobrede auf das Bankensystem, das angeblich keine Probleme hat, überhaupt nicht.

    Wenn es so wäre, dann wäre die ganze Aktion überflüssig.

  • @Sven:

    Erschreckend ist, das Leute wie sie, anderen vorwerfen das sie keine Ahnung haben, während sie selbst gleichzeitig falsche Behauptungen aufstellen.

    Deutschland muss 21,7 Millarden Bareinlage an den ESM bezahlen! Nur der Rest läuft über Bürgschaften. Einfach mal googeln bevor man Unwahres verbreitet und andere diffamiert.

    Und glauben sie ernsthaft das diese Bürgschaften nicht fällig werden? Träumen sie weiter im Märchenland, siehe kommender Schuldenschnitt für Griechenland, der uns mehrere Millarden kosten wird.

  • Europa ist schon seit 3 Jahren zu einer Transferunion mutiert.

    Genau das ist eingetroffen, was deutsche Politiker dem Volk hoch und heilig versprochen haben, dass dies nie eintreffen werde.
    Die Haftungsrisiken erreichen immer gigantischere Ausmaße.
    Trotz Hunderten Milliarden Krediten hat sich die Situation nicht im geringsten gebessert.
    Die Bevölkerungen in den (noch) wohlhabenden Staaten wie Deutschland, Österreich, Niederlande, wurden massiv getäuscht.

    Viele Bürger nehmen nur die drohende Katastrophe nicht wahr, weil sich die Aktienmärkte ganz gut halten und von sonstigen Verwerfungen im täglichen Leben bislang noch wenig zu spüren ist.
    Die EURO Einführung war die schlimmste Fehlentscheidung in Europa seit 1945.
    Der EURO wird Europa zerstören. Das ist eine Tatsache.

  • Bankenregulierung
    "Basel III ist sehr leicht zu manipulieren"
    Die unter dem Stichwort "Basel III" vereinbarten Regeln zur Eigenkapitalausstattung seien leicht zu manipulieren, warnt Ökonom Martin Hellwig. Politiker und Aufsichtsbehörden hätten sich bei der Erstellung des Regelwerks zu sehr von der Finanzlobby beeinflussen lassen.
    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/a-895186.html

  • "Man darf nie vergessen, es handelt sich um sauer verdiente Steuergelder, die dort verpulvert werden."

    Dies ist schlichtweg falsch!! Hier wird kein Cent an Steuergeldern ausgegeben! Der ESM nimmt Geld an den Kapitalmärkten auf und gibt dieses Geld ggfs. weiter.

    Richtig ist, dass Steuerzahler via den Garantien z.B. von Deutschland haften. Dies ist mit einer Bürgschaft vergleichbar.

    Immer wieder erschreckend was hier geschrieben werden darf bzw. das meine Mitbürger keine Ahnung haben oder haben wollen.

  • Basel III ist sehr leicht zu manipulieren"
    Die unter dem Stichwort "Basel III" vereinbarten Regeln zur Eigenkapitalausstattung seien leicht zu manipulieren, warnt Ökonom Martin Hellwig. Politiker und Aufsichtsbehörden hätten sich bei der Erstellung des Regelwerks zu sehr von der Finanzlobby beeinflussen lassen.
    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/a-895186.html

  • Die 70 Milliarden leihen die Banken gerne aus...

    ...es zahlt und bürgt das Steuervieh. Das Deutsche natürlich nur.

  • Ob nun der ESM deutscher Garantien bedarf oder ob die völlig undemokratische EZB in ihr innewohnender Beliebigkeit die "No Bail Out" Klausel bricht, wen interessiert es? Am Ende trifft es immer die Steuerzahler der Geberländer.

    Helfen wird mittel- bis langfristig nur ein geordneter Ausstieg aus dem Euro. Damit wäre nämlich auch gewährleistet, dass die Staaten ihren Dreck wieder selbst aufräumen könnten mit Hilfe ihrer eigenen Währungen, wie etwa die USA oder Großbrittanien das machen, ohne dass man ständig als Deutschland in das Schlamassel hineingezogen wird mit der Folge eines Ausverkaufes der Interessen des deutschen Volkes. Denn trotz dieser Lasten durch ESM und EZB wird man uns deutsche mehr und mehr hassen dafür, dass wir solide Finanzpolitik einfordern.
    Der Euro wird alles vernichten, was bisher in europäischer Einigung erreicht wurde. Zieht die Reissleine!

  • Für die Banken ist das gut, so können diese bereits mit der "Nothilfe" kalkulieren. Apropos Kalkulation: Wieviele Schrottbanken gibt es eigentlich und warum gibt es überhaupt Schrottbanken?

  • Für die Banken gut zu wissen, dann können diese bereits jetzt mit dem "Hilfs"-Geld kalkulieren. Apropos Kalkulation: wieviele Banken gibt es in der EUR-Zone?

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