Euro-Zone
Auch die EZB tastet den Leitzins nicht an

Wie zuvor schon die US-Notenbank Fed hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert gelassen: Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins in der Eurozone bleibt bei 3,75 Prozent.

HB DUBLIN. Das teilte die Zentralbank am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rates in Dublin mit. Analysten hatten mit diesem Beschluss gerechnet, nachdem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Finanzmärkte auf die Juni-Sitzung als Termin für die nächste Zinserhöhung eingestimmt hatte.

Seit Ende 2005 hat die EZB den Leitzins in sieben kleinen Schritten angehoben, um den Preisanstieg während des Aufschwungs im Euro-Raum zu dämpfen. Robustes Wachstum, der erneute Ölpreisanstieg und höhere Lohnabschlüsse als in den vergangenen Jahren halten die Währungshüter in Alarmstimmung über Inflationsgefahr. Zudem wuchs die Geldversorgung der Wirtschaft trotz Zinserhöhungen zuletzt mit über zehn Prozent so stark wie seit 24 Jahren nicht mehr.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird den Beschluss ab 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz in Dublin erläutern. Der EZB-Rat tagt zwei Mal im Jahr außerhalb Frankfurts. Die Beobachter lauern in der Erklärung des Rates auf das Versprechen „hoher Wachsamkeit“ über die Preisstabilität. Mit diesem Begriff kündigte die EZB alle Zinserhöhungen einen Monat zuvor an. Gespannt sind die Analysten zudem, ob Trichet schon Klarheit über einen weiteren Zinsschritt schaffen wird. Deshalb werden sie sehr genau darauf achten, ob die EZB die Tür für noch höhere Zinsen offen lässt oder einen milderen Ton über die Inflationsrisiken anschlägt.

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