Euro-Zone
Dienstleister machen glänzende Geschäfte

Die Dienstleister in der Euro-Zone haben auch im Juli glänzende Geschäfte gemacht. In den vergangenen sieben Jahren lief es nur während der Fußball-WM 2006 noch besser. Getrübt wird das positive Bild allerdings vom steigenden Preisdruck.

HB BERLIN. Die Dienstleister zogen so viele neue Aufträge an Land wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr und stockten ihr Personal kräftig auf, wie das Forschungsinstitut NTC zu seiner monatlichen Umfrage unter 2000 Unternehmen mitteilte. Der an den Finanzmärkten stark beachtete RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex verharrte wie schon im Juni bei 58,3 Punkten. Die Erstschätzung hatte noch eine leichte Abschwächung auf 58,1 Zählern ergeben.

Damit hielt sich das Barometer klar über der Marke von 50 Punkten, aber der ein Wachstum signalisiert wird. „Deutschland, Frankreich und Italien expandierten ähnlich schwungvoll und verzeichneten ein Wachstum, das über dem Durchschnitt des ersten Halbjahres lag“, hieß es.

Treibende Kraft dahinter war die anziehende Marktnachfrage. Die Bestellungen haben sich in den vergangenen fünf Monaten kontinuierlich beschleunigt. Besonders die deutschen und französischen Dienstleister meldeten einen kräftigen Anstieg beim Auftragseingang. Da auch der Berg noch nicht abgearbeiteter Aufträge weiter anschwoll, stellten die Firmen viele neue Mitarbeiter ein. Die meisten Jobs in den vier großen Ländern der Euro-Zone wurden in den deutschen Betrieben geschaffen. Das hatte es in den vergangenen neun Jahren nur zwei Mal gegeben.

Getrübt wird das positive Bild vom steigenden Preisdruck. Dafür sorgten die Verteuerung von Energie sowie die höheren Abgaben für Löhne und Gehälter. Die Finanzdienstleister litten unter den höheren Kapitalmarktzinsen. Auch deshalb äußerten sich die Firmenchefs nicht mehr so positiv über die Geschäftsaussichten für die nächsten zwölf Monate. Neben steigenden Ölpreisen und höheren Zinsen dämpfte der starke Euro die Zuversicht.

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