Euro-Zone hat Probleme
Greenspan: Es geht weltweit aufwärts

Nach Einschätzung von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan ist die Weltwirtschaft im Wachsen begriffen, wobei allerdings die Euro-Zone hinterherhinkt.

HB WASHINGTON. Im vergangenen Jahr habe das Wachstum zugenommen, aber einige Länder wie Japan könnten angesichts hoher Ölpreise in Schwierigkeiten geraten, stellte Greenspan in schriftlichen Antworten auf Fragen von Mitgliedern des Bankenausschusses des Senats fest, die am Dienstag veröffentlicht wurden. „In jeder größeren Region hat das Wachstum verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2003 zugenommen, und jüngste Daten deuten darauf hin, dass ausländische Volkswirtschaften sich weiterhin günstig entwickeln“, hieß es in den Antworten des Chefs der Fed. Auch die Wirtschaft in Europa wachse, hinke aber insgesamt hinterher, stellte Greenspan fest. „Das Tempo der Erholung im Euroraum war schleppend mit einer besonders schwachen Aktivität in Deutschland.“ Nach Daten des Statistischen Bundesamtes war die deutsche Wirtschaft im Frühjahr fast ausschließlich wegen florierender Exporte gewachsen, während vor allem die Investitionen schwach blieben. Wie die Statistiker bereits zuvor mitgeteilt hatten, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Monaten April bis Juni um 0,5 % zum Vorquartal gewachsen. Japan hat nach den Worten Greenspans nach langer Stagnationsphase offenbar wieder zu selbsttragendem Wachstum gefunden, sei aber noch gefährdet. „Insbesondere könnte der jüngste Anstieg der Ölpreise, wenn er dauerhaft bleibt, eine bedeutende Bremswirkung auf die japanische Wirtschaftsaktivität haben.“ Zuletzt waren die Ölpreise nahe an die Marke von 50 Dollar je Barrel (knapp 159) Liter herangekommen. In den vergangenen Tagen hat sich die Lage am Ölmarkt aber etwas entspannt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%