Euro-Zone
Inflation auf tiefstem Stand seit drei Jahren

Benzinpreis sei Dank sinkt die Jahresteuerung auf den niedrigsten Wert seit Februar 2010. Besonders Telefonieren und Surfen im Internet wurde für Verbraucher im April billiger.
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Brüssel/BerlinDie Inflation in der Euro-Zone ist wegen sinkender Benzinpreise auf dem Rückmarsch. Die Jahresteuerung fiel im April auf 1,2 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2010, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Im März waren es noch 1,7 Prozent.

Tanken verbilligte sich binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent. Telefonieren sowie Surfen im Internet kostete 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von März auf April sanken die gesamten Verbraucherpreise im Schnitt um 0,1 Prozent, allein Energie verbilligte sich vergleichsweise kräftig um 1,0 Prozent.

Damit herrscht weitgehend Preisstabilität, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht. Wegen der abebbenden Inflation und anhaltenden Rezession hatte die EZB Anfang Mai die Zinsen auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Zone: Inflation auf tiefstem Stand seit drei Jahren"

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  • Geringe Inflation? Aber selbstverständlich! Voraussetzung ist natürlich, daß man sich auf die billiger gewordenen Produkte beschränkt, und nicht solche unnötigen Dinge vorhat wie z.B.

    - Transport (Benzin: 1,60 Euro/Liter)
    - Wohnen (Strom: 0,26 Cent/kwh, Mieten steigen überall wegen der Energie-Einsparverordnung/Dämmpflicht)
    - Essen (Lebensmittel: 5% teurer jedes Jahr)

    Der "normale" Verbraucher in den Augen der staatlichen Statistiker ist jemand der tonnenweise billige Elektronik kauft, fast eine komplett-Diät macht, und fast nie sich motorisiert fortbewegt. Dann wird alles billiger, wie schön!

  • Die Ausagekraft der Inflationsrate ist sehr beschränkt und kann nach Belieben manipuliert werden, durch die Auswahl des Warenkorbes und der Gewichtung der darin befindlichen Waren. Unter anderem ist sie auch verfälschend da sie nur Bezug auf den Preis des vorangegangen Jahres nimmt. Z.B. kostete 1 Liter Heizöl diese Woche 2010 67.2 cent, heute 83.9 cent.Das eine Preissteigerung von 25%, jährich gesehen mehr als 8%. Legt man dagegen den Heizölpreis von 2012 von 88 cent zugrunde, dann haben wir ein Preisverfall von 5%. Das ist deflationär. Aber die Leute haben noch längst nicht die kolossale jährliche Preissteigerung von 8% der letzten Jahre verkraftet. Ähnlich ist es bei den Hauspreisen in den USA und vielen anderen Dingen weltweit. Entweder sind alle unsere Politiker und Bänker Idioten oder sie halten uns für Idioten. Urteilen sie selbst.

  • Meine gefühlte Inflation liegt zwischen 8 und 10 Prozent.
    Durch die vorgesehene Rentenerhöhung wird dies (Gottseidank) vermindert um 0,25%.
    Danke!

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