Euro-Zone
Spanien erwartet frisches Wirtschaftswachstum

Das kriselnde Spanien hat seine Hausaufgaben gemacht: Der Lohn dafür ist eine Rückkehr zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum: Das sei derart hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr.
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MadridSpaniens Wirtschaft erholt sich nach neuen Prognosen der Regierung schneller als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in den Jahren 2014 und 2015 im Schnitt um 1,5 Prozent zulegen, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Mittwoch in Madrid. Die Regierung war bisher von Wachstumsraten von 0,7 (2014) und 1,2 Prozent (2015) ausgegangen. Sie passt nun ihre Erwartungen den jüngsten Vorhersagen der Zentralbank in Madrid an, die mit 1,2 (2014) und 1,7 Prozent (2015) rechnet.

Das Stabilitätsprogramm, das man Brüssel vorlegen werde, sehe zwar ein Wachstum von 1,0 Prozent für das laufende Jahr vor, „die Realität wird aber die Vorhersagen der Regierung übertreffen“, sagte de Guindos. Die Erholung werde von einer „bedeutenden“ Schaffung von Arbeitsplätzen sowie höheren Steuereinnahmen begleitet sein.

Der Minister sprach von einem „grundlegenden Wandel“ der Situation. Seit Beginn der Krise 2008 sei in Spanien kein so starkes Wachstum mehr verzeichnet worden, alle vorliegenden Daten wiesen auf eine Beschleunigung der Erholung auch im zweiten Quartal 2014 hin.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Zone: Spanien erwartet frisches Wirtschaftswachstum"

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  • ...was an einen Wirtschaftswachstum "frisch" sein soll, möge man mir bitte einmal sachlich/fachlich erläutern.

  • Es liegt bei den derzeitigen Prognosen der Verdacht nah, dass da reine Wahlkampftaktik hintersteckt. Die Häufung positiver Prognosen so kurz vor den Wahlen ist offensichtlich.
    Stimmen diese Prognosen aber tatsächlich, dann wird man mit den Steigerungsraten kaum den Abgründen der Schuldenspirale entkommen. Das hat man ja schon mit wesentlich mehr Wachstum nicht geschafft.

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