Euro-Zone zeigt anderes Bild
ZEW-Indikator erneut gesunken

Einer Umfrage unter Finanzmarktexperten zufolge haben sich die Konjunkturaussichten für Deutschland im Mai erneut verschlechtert. Der Saldo der Konjunkturerwartungen in der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Analysten und institutionellen Anlegern sei auf 46,4 von 49,7 Punkten im April gesunken, wie das ZEW am Dienstag mitteilte.

HB BERLIN. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem geringeren Rückgang auf 49,0 Zähler gerechnet. Auch die aktuelle Situation der Wirtschaft schätzen die Experten pessimistischer ein. Der entsprechende Index fiel auf minus 75,9 von minus 72,5 Punkten. Das ZEW führte die Eintrübung der Stimmung auf den hohen Ölpreis, aufkeimende Zinssorgen sowie die schwache Binnennachfrage zurück.

Die Konjunkturerholung sei „alles andere als gesichert“, erklärte ZEW-Chef Wolfgang Franz: „Ein Stimmungsumschwung bei den Finanzanalysten ist ausgeblieben - kein gutes Omen für die erhoffte Konjunkturerholung.“ Das Konjunkturbarometer für die Euro-Zone veränderte sich im Mai kaum. Der Wert stieg um 0,1 Punkte 59,2 Punkte. Der deutsche Aktien- und Rentenmarkt reagierte zunächst nicht auf die neue ZEW-Umfrage.

Das ZEW befragt monatlich gut 300 Analysten und institutionelle Anleger zu ihren mittelfristigen Erwartungen zu Konjunktur, Zinsen, Aktien- und Wechselkursen. Der Saldo der Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und der negativen Einschätzungen für die Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten wider.

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