Europa hinkt hinterher
Weltwirtschaftsklima stabilisiert sich

Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich leicht verschlechtert. Der Weltwirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts sank seit der vergangenen Befragung vor drei Monaten von 111,0 auf 110,1 Punkte. Dies bedeute aber eine Stabilisierung auf hohem Niveau, erklärte ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb am Montag in München. Der weltweite Aufschwung halte nach wie vor an - Europa hinke der Entwicklung jedoch weiterhin deutlich hinterher

HB MÜNCHEN. Der Ifo-Indikator für das Weltwirtschaftsklima gab im April leicht auf 110,1 von 111,0 Punkten im Januar nach, wie das Münchner Institut für Weltwirtschaft (Ifo) am Montag mitteilte. Der Klimaindikator habe sich damit aber auf hohem Niveau und deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt von 93 Zählern stabilisiert.

Die rund 1 200 vierteljährlich befragten Experten bewerteten die gegenwärtige Lage der Weltwirtschaft erneut besser, während sich ihr Zukunftsoptimismus leicht eintrübte. Der Lageindex stieg auf 95,0 von 93,2 Punkten, der Erwartungsindex sank auf 124,6 von 128,1 Zählern. Im Schnitt rechnen die Experten in diesem Jahr mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 %, während sie vor einem Jahr nur mit einem Plus von 2,1 % gerechnet hatten.

„Alles in allem erholt sich die Weltwirtschaft weiterhin von ihrer mehrjährigen Flaute“, kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die Umfrageergebnisse. Die Wachstumskräfte verstärkten sich in Asien und blieben in den USA robust. „Europa läuft der Entwicklung erstaunlich weit hinterher, kann aber nun ebenfalls einen verhaltenen Aufschwung erwarten.“

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