Europas Sorgenkind
Niedrigster Lohnanstieg in Italien seit 32 Jahren

Die Löhne sind in Italien innerhalb eines Jahres nur um ein Prozent gewachsen. Das ist der niedrigste Anstieg seit mindestens 32 Jahren. Die Lohnentwicklungen unterscheiden sich jedoch stark von Branche zu Branche.
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RomIn Italien steigen die Löhne derzeit so langsam wie seit mindestens 32 Jahren nicht mehr. Im Oktober lagen sie nur ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie das nationale Statistikamt Istat am Freitag mitteilte. Dies war der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Datenerhebung 1982. Unter dem Strich profitierten die meisten Bürger dennoch von einer etwas verbesserten Kaufkraft, da die niedrige Inflation das Lohnplus nicht aufzehrte. Denn die - nach europäischem Standard berechnete - Jahresteuerung in Italien lag im Oktober nur bei 0,2 Prozent.

Der mit 3,5 Prozent höchste Lohnanstieg kam Beschäftigten im Telekommunikationssektor zugute, auch Arbeiter im Bergbau verdienten mit 3,2 Prozent deutlich mehr als im Vorjahresvergleich. Die privaten Dienstleister hingegen konnten nur ein Plus von 0,6 Prozent einstreichen, während die Gehälter von Staatsdienern sogar stagnierten.

Italien ist im Sommerquartal wieder in die Rezession zurückgerutscht. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schrumpfte um 0,1 Prozent und gilt neben Frankreich als größtes Sorgenkind im Währungsraum. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Wirtschaftskraft zwischen Südtirol und Sizilien 2014 zum dritten Mal in Folge sinkt - und zwar um 0,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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