Euroraum
Deutschland wird Wachstum 2014 vervierfachen

Die deutsche Wirtschaft ist auch im kommenden Jahr im Aufschwung - und legt an Tempo zu. Das prognostizieren Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Auch weniger Arbeitslose soll es 2014 geben.
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BerlinDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird sich nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) weiter fortsetzen und im kommenden Jahr an Tempo gewinnen. Im laufenden Jahr erwarten die Kieler Forscher laut einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Zudem rechnen sie für 2014 mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent. Das IfW bestätigte damit seine Juni-Prognose. Im Zuge des Aufschwungs dürfte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Noch werde die deutsche Konjunktur von einer starken Binnenwirtschaft und einem kräftigen privaten Konsum gestützt. Im kommenden Jahr rechnen die Experten aber mit mehr Investitionen der Unternehmen. „Der Investitionsaufschwung wird als zweite Säule hinzukommen“, heißt es in der Mitteilung. Ende 2014 gehen die Forscher davon aus, dass die Produktionskapazitäten der deutschen Unternehmen „wieder annähernd normal ausgelastet sein werden“.

Im Zuge des Aufschwungs dürfte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Während sie im laufenden Jahr noch mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von rund 2,93 Millionen rechnen, dürfte die Zahl im kommenden Jahr auf 2,88 Millionen sinken.

Positiv bewertet das Institut auch die Entwicklung der deutschen Staatsfinanzen. Während die Forscher für das laufende Jahr einen ausgeglichenen Bundeshaushalt prognostizieren, dürfte im kommenden Jahr ein Überschuss von 0,2 Prozent erreicht werden. Das Kieler Institut hat damit die Juni-Einschätzung zum Bundeshaushalt leicht angehoben.

Auch wegen der guten Aussichten in Deutsch trauen Europas Währungshüter der Wirtschaft im Euroraum eine schnellere Erholung zu. Der EZB-Rat sehe sich in seiner Erwartung „einer allmählichen konjunkturellen Erholung insgesamt bestätigt“, bekräftigte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Die Produktion dürfte im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 dank größerer Binnennachfrage anziehen. „Darüber hinaus dürfte die Konjunktur von einer allmählichen Zunahme der Auslandsnachfrage nach Exporten des Euroraums profitieren.“ Nach jüngsten EZB-Prognosen wird 2013 die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 (bisher: 0,6) Prozent schrumpfen. Für 2014 geht die Notenbank von 1,0 (1,1) Prozent Wachstum aus.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer jetzt immer noch Rot/Grün wählt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Steuererhöhungsorgie und damit Wirtschafts-Zerstörungs-Orgie vom feinsten. Die einzige Koalition, die Deutschland weiterhin vor Rot-Rot-Grün (und genau das würde bei der Münchhausen Partei kommen) und somit dem sicheren Ruin retten kann ist: CDU/CSU & FDP. Ich weiß, ich weiß...es ist sicherlich nicht alles Gold, was glänzt. Nur alle anderen Alternativen sind noch schlimmer. Viel schlimmer. Das ahnt der Bürger noch nicht mal mehr, was die versteckten Plänge (man muss auch endlich mal in die SPD/Grüne Parteiprogramme gucken) Steuererhöhungspläne wirklich bedeuten würden. Deshalb CDU/CSU & Zweitstimme FDP am Wahltag.

  • Warum hausiert die Commerzbank Aktie derzeit?

    Der niedrige Kurs der Commerzbank wurde immer mit den enormen Risiken (z. B. Schiffskrediten) begründet. Ohne diese Risiken wäre die Commerzbank mindestens 20 Euro an der Börse Wert. würden diese Risiken im Nachhinein sogar zu Profiten wäre sie noch mehr Wert. Seit Februar diesen Jahres werden nur die Schiffskredite der Commerzbank mit minus 10 Mrd. Euro bewertet, derzeitige Marktkapitalisierung der Commerzbank beläuft sich auf ca. 10,65 Mrd. Euro. Jeder kann sich ausrechnen was mit der Aktie passieren würde, wenn die Risiken plötzlich bei Null liegen würden und das könnte bei einem Wirtschaftsaufschwung bzw. nachgefragter Schiffskapazitäten ganz schnell passieren.
    Im Übrigen gelten die Eurokrise und die Krise in den Schwellenländern als nicht zu unterschätzende Risikofaktoren die jede gute Prognose hinfällig machen können. Im Moment nichts als Kaffeesatz lesen, aber manche beherrschen das.

  • @ Magrit117888

    Maaaagritttchen!!!!!!!! Ist wieder mal der Eierlikör im Spiel???? Vorsicht, anatolische Rentner mögen das gar nicht.

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