Euroraum hält sich vornehm zurück
HWWA: Weltkonjunktur trotzt hohem Ölpreis

Trotz der hohen Ölpreise gewinnt der weltweite Wirtschaftsaufschwung an Fahrt. Die Wirtschaftsleistung der Industrieländer werde in diesem Jahr um 3,5 und im kommenden um gut 2,5 Prozent zunehmen, heißt es in einer am Montag verbreiteten Analyse des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA).

HB HAMBURG. In der übrigen Welt werde das Wachstum noch weitaus kräftiger ausfallen; Zentren des Aufschwungs seien die USA und die ostasiatischen Schwellenländer, vor allem China. Dagegen habe sich die Konjunktur im Euroraum zwar merklich erholt, bleibe aber insgesamt verhalten.

Nach Ansicht der Hamburger Wirtschaftsforscher sind die Aussichten für eine weltweit selbsttragende Aufwärtsbewegung größer geworden. „Die privaten Investitionen werden in einer Reihe von Ländern bei deutlich verbesserter Ertragslage wieder zügig ausgeweitet“, heißt es in der Mitteilung. Vor allem in Deutschland und Italien hätten jedoch die Schwäche des privaten Konsums und die allgemeine Unsicherheit verhindert, dass die bessere außenwirtschaftliche Lage auf die Investitionen durchschlug. Dagegen habe in den USA, aber auch in Japan und Großbritannien der Aufschwung den Arbeitsmarkt erfasst und die Arbeitslosenquote sei merklich gesunken.

Zu den Risiken für die weitere weitere Entwicklung der Weltwirtschaft zählt das HWWA einen anhaltend hohen oder weiter steigenden Ölpreis sowie erneute starke Wechselkursbewegungen, die durch das steigende Defizit in der Leistungsbilanz der USA ausgelöst werden könnten.

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