Eurostat-Schätzung
Gesamte Eurozone rutscht in die Rezession

Die Wirtschaft der Eurozone ist im dritten Quartal mit einem abermaligen Wachstumsminus in eine Rezession geglitten. Auch in der EU insgesamt schrumpfte die Wirtschaft im dritten Quartal um 0,2 Prozent. Innerhalb der Eurozone fiel der Abschwung in Deutschland und Italien am stärksten aus.

HB BRÜSSEL. Die gesamte Eurozone steckt in der Rezession: Die Wirtschaftsleistung in den 15 Staaten der Währungsunion ging im dritten Quartal 2008 zum zweiten Mal in Folge um 0,2 Prozent zurück, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag auf Grundlage einer Schätzung mitteilte. Nach Definition der meisten Wirtschaftsexperten bedeuten zwei aufeinanderfolgende Quartale Negativwachstum eine Rezession, selbst wenn die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr weiter positiv ist.

Auch in der EU insgesamt schrumpfte die Wirtschaft im dritten Quartal um 0,2 Prozent, im zweiten Quartal hatte die durchschnittliche Wachstumsrate aller 27 Euro-Staaten bei 0 gelegen. Innerhalb der Eurozone fiel der Abschwung in Deutschland und Italien am stärksten aus: In beiden Staaten ging die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 0,4 Prozent und im dritten Quartal um 0,5 Prozent zurück. Allerdings liegen für Irland, dessen Wirtschaft bereits seit Jahresbeginn schrumpft, noch keine Zahlen über das dritte Quartal vor.

Gemessen an den Vorjahreszahlen legte die Wirtschaft aber weiter zu: Gegenüber dem dritten Quartal 2007 wuchsen die Volkswirtschaften der Eurozone in den vergangenen drei Monaten um 0,7 Prozent, für alle 27 Euro-Staaten schätzt Eurostat das Plus auf 0,8 Proent.

Die Inflationsrate, die im Juli ein Rekordhoch erreicht hatte, geht unterdessen weiter zurück. In der Eurozone sank die Teuerungsrate von 3,6 Prozent im September auf 3,2 Prozent im Oktober. In der EU insgesamt ging sie von 4,2 Prozent auf 3,7 Prozent zurück.

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