Eurozone
Industrieaufträge gehen weiter drastisch zurück

Die Talfahrt bei den Industrieaufträgen in der Eurozone hat sich überraschend beschleunigt. Die Aufträge brachen im April so stark ein wie nie zuvor.

HB BRÜSSEL. Binnen Jahresfrist ging der Auftragseingang um 35,5 Prozent zurück, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Verglichen mit März erhielten die Unternehmen ein Prozent weniger Bestellungen. Nach Einschätzung von Experten hat der Abschwung damit zwar an Schärfe verloren. Dennoch stehen die Firmen vor einer langwierigen und schwierigen Erholung.

Analysten sehen im ersten Quartal den Tiefpunkt der Krise erreicht. Die jüngsten Zahlen deuteten nun an, dass die Wirtschaftsleistung immer noch schrumpfe, sagte ING-Experte Martin van Vliet. „Wenn man das „Hoffnungszeichen'-Spiel spielen will, muss man den harten Daten aus dem Weg gehen.“ Auch in den kommenden Monaten werde die Lage für die Industriefirmen schwierig bleiben. Jörg Angele von der BayernLB verwies allerdings darauf, dass inzwischen die Lager weitgehend geleert seien. Es sehe so aus, als ob die Firmen im kommenden Monat ihre Produktion wieder steigern müssten, was wiederum sich positiv auf die Aufträge auswirke. „Es sieht so aus, als ob es besser wird.“

Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone mit 2,5 Prozent so stark geschrumpft wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung. Die EU-Kommission geht auch für das Frühjahrsquartal von einem weiteren Minus von 0,6 Prozent aus.

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