Experten hatten noch größeren Rückgang des Index erwartet
Leichter Stimmungsdämpfer für Wirtschaft

Bankenvolkswirte zeigten sich besonders erleichtert, dass die Firmen trotz des teueren Öls weiter gute Exportchancen sehen und rechnen wie das Ifo-Institut mit einer Fortsetzung der Konjunkturerholung. „Immerhin bestätigt der neue Anstieg der Lagekomponente, dass die Firmen die Erholung wirklich spüren“, sagte Jürgen Michels von der Citigroup. Der Lage-Index stieg auf 94,7 von 94,1 Punkten, die Erwartungskomponente sank auf 96 von 97,1 Punkten. Analysten hatten für den Gesamtindex einen Rückgang auf 95,1 Zähler erwartet.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) zeigte sich unbeeindruckt und lag weiter im Plus. „Der Ifo-Index war mehr oder weniger wie erwartet und hatte deshalb keinen Einfluss auf die Kurse“, sagte ein Aktienhändler.

Die jüngste ZEW-Umfrage hatte bereits gezeigt, dass der Ölpreisanstieg den Zukunftsoptimismus der befragten Finanzmarktexperten gedämpft hat. Der Preis für ein Barrel (ein 159-Liter Fass) der Nordsee-Ölsorte Brent war im August von rund 37 auf zwischenzeitlich über 44 Dollar geklettert. Am Donnerstagvormittag kostete ein Barrel gut 41 Dollar.

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