Experten sehen keine Entspannung am Arbeitsmarkt – Wirtschaftsförderer setzen auf Mittelstand
Job-Dynamik bleibt aus

Zahlreiche Unternehmen wollen in diesem Jahr eine größere Zahl von Arbeitsplätzen schaffen – dennoch bleibt das Angebot an freien Stellen insgesamt gering. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Handelsblatt-Umfrage. Lediglich einzelne Branchen expandieren und schaffen neue Jobs.

DÜSSELDORF. Der Befund deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen einer Ifo-Untersuchung. Die Münchner Volkswirte sehen neue Jobs vor allem bei Softwarefirmen sowie in der Mineralöl- und Tabakverarbeitung. Außerdem dürften in der chemischen Industrie, der Medizin- und die Elektrotechnik und im Einzelhandel einige Arbeitsplätze entstehen.

Demnach will die Industrie in diesem Jahr vier Prozent mehr investieren als im Vorjahr. „Dies bleibt aber hinter der Dynamik früherer Aufschwünge zurück“, sagte Ifo-Branchenexperte Gernot Nerb. In den beiden vergangenen Jahrzehnten habe das Investitionswachstum im ersten Aufschwungjahr bei acht Prozent gelegen. Nach Meinung von Ökonomen sind Investitionen eine Voraussetzung für das Entstehen neuer Arbeitsplätze.

Angesichts der fragilen Konjunktur rechnen Volkswirte für das laufende Jahr allenfalls mit einem geringen Zuwachs der Beschäftigung – im Februar war die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat sogar gesunken. Das Hamburgische Weltwirtschafts-Archiv (HWWA) erwartet 0,6 Prozent mehr Beschäftigte; das RWI in Essen rechnet in seiner jüngsten Prognose mit einem Anstieg der Erwerbstätigen um knapp 300 000 auf dann 38,69 Mill. Das Angebot an Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt ist jedoch gering: Im Februar meldete die Bundesagentur für Arbeit 3,6 Prozent weniger offene Stellen als im Vorjahresmonat.

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