Experten
US-Immobilienpreise finden den Boden nicht

Die Bodenbildung am zusammengebrochenen US-Immobilienmarkt wird aus Expertensicht noch bis zu einem Jahr auf sich warten lassen. Eine Erholung in diesem wichtigen Marktsegment ist auch eine der Voraussetzungen dafür, dass die lahmende US-Wirtschaft insgesamt wieder auf die Beine kommen kann.

HB NEW YORK. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Reuters-Umfrage unter 43 Ökonomen ergab, halten nur knapp ein Viertel den Tiefpunkt für bereits erreicht. Jeweils 16 Experten rechnen damit, dass es binnen eines halben Jahres beziehungsweise innerhalb von sechs bis zwölf Monaten soweit sein wird. Der Kollaps am US-Immobilienmarkt gilt als einer der Auslöser der schwersten Rezession seit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren.

Für das Gros der Experten ist eine Bodenbildung in diesem wichtigen Marktsegment daher auch die Voraussetzung dafür, dass die lahmende US-Wirtschaft insgesamt wieder auf die Beine kommen kann. „Die Häuserverkäufe stabilisieren sich. Die Preise werden aber dieses und nächstes Jahr noch fallen, da der Bestand an leerstehenden Immobilien so hoch ist“, meint Branchenexperte Chris Low von FTN Financial. Wie die Umfrage ergab, wird das Preisniveau 2009 voraussichtlich um 13 Prozent und nächstes Jahr um zwei Prozent sinken. Experten treibt auch die Sorge um, dass der scharfe Preisverfall bei den Amerikanern generell Zweifel an der Werthaltigkeit von Häusern genährt haben könnte.

Im April verschärfte sich die Lage am Häusermarkt weiter: Die Zahl der Wohnbaubeginne brach aufs Jahr hochgerechnet um 12,8 Prozent auf 458 000 ein. Einen niedrigeren Wert hat es seit Einführung der Statistik 1959 noch nicht gegeben. Eine baldige Besserung ist nicht in Sicht, da auch die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime auf ein Rekordtief fiel.

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