Export bleibt treibende Kraft
DIW: Wachstum beschleunigt sich

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat im zweiten Quartal dieses Jahres an Schwung gewonnen. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Rahmen seines neuen Wochenberichts sowie in dem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturbarometer schreibt, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen.

HB BERLIN. Gegenüber dem zweiten Quartal 2003 betrug das Wachstum 1,9 %. Die Inlandsnachfrage und der private Konsum befanden sich aber weiter in einer Schwächephase. Auch die Bauinvestitionen stagnierten.

Im ersten Quartal hatte das BIP um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal zugelegt. Das Statistische Bundesamt wird am Donnerstag offiziell im Rahmen einer Schnellschätzung die Zahlen zum deutschen BIP im zweiten Quartal ausweisen.

Dem DIW zufolge deuten die vorliegenden Indikatoren auf eine Fortsetzung der robusten Entwicklung hin. Für den Zeitraum Juli bis September sei mit einem Quartalswachstum von 0,4 % und einer Jahreswachstumsrate von 1,6 % zu rechnen, hieß es. Sollte sich auch im laufenden Vierteljahr ein BIP-Anstieg einstellen, wäre die deutsche Wirtschaft sechs Quartale in Folge gewachsen.

Laut DIW war für die dynamischere Entwicklung zwischen April und Juni vor allem die lebhafte Auslandsnachfrage verantwortlich. Schwach sei hingegen nach wie vor die Inlandsnachfrage. Besonders der private Konsum - mit knapp 60 % Anteil an der Gesamtwirtschaft - habe stagniert, für eine Belebung lägen keine Anzeichen vor. Die Ausrüstungsinvestitionen hätten gegenüber dem Vorquartal wegen der deutlich verbesserten Absatzperspektiven im Ausland einen Zuwachs verzeichnet. Bei den Bauinvestitionen sei es hingegen zu keinem Plus gekommen.

Sollte die Übertragung der außenwirtschaftlichen Impulse nicht für nennenswerte Beschäftigungsgewinne sorgen, warnt das DIW, bleibe die inländische Nachfrage das Sorgenkind der Konjunktur. Dies gelte vor allem für den privaten Konsum, bei dem sich die nur schwachen Lohnzuwächse bemerkbar machten. Hinzu komme, so die Berliner Wirtschaftsforscher, dass die anhaltenden Diskussionen über Kosteneinsparungen und andere Belastungen die Verbraucher verunsicherten.

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