Export-Einbrüche
Stress für Exporteure nach Russland

Im Zuge von Ukraine-Krise und Sanktionen gegen Russland muss das deutsche Exportgeschäft Einbußen hinnehmen: Besonders stark betroffen sind Auto- und Maschinenbauer und Exporteure von Nahrungs- und Futtermitteln.
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BerlinDie Sanktionen gegen Russland kosten die deutschen Exporteure immer mehr Geld: Im ersten Halbjahr nahmen sie dort fast drei Milliarden Euro weniger ein als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren schrumpften um 15,5 Prozent auf knapp 15,3 Milliarden Euro, wie aus Reuters am Mittwoch vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Damit hat sich der Abwärtstrend beschleunigt: In den ersten drei Monaten waren die Exporte nach Russland nur um 13 Prozent gefallen. Nach der Eingliederung der Krim und dem russischen Vorgehen in der Ostukraine hat die EU Sanktionen gegen Moskau verhängt.

Besonders stark leiden die deutschen Auto- und Maschinenbauer unter dem schwachen Russland-Geschäft. Die Exporte von Fahrzeugen und Kraftwagenteilen brachen um 24,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ein, die von Maschinen um 18,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Ausfuhr von Nahrungs- und Futtermitteln schrumpfte sogar um 31,9 Prozent auf 420 Millionen Euro.

Hier drohen noch stärkere Rückgänge, da Russland im August als Reaktion auf neue Sanktionen der EU und der USA ein Einfuhrverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse verhängt hat. Auch die Autoindustrie muss sich womöglich auf weitere Einbußen gefasst machen, da der Kreml für den Fall schärferer Sanktionen des Westens erwägt, im Gegenzug die Einfuhr von Fahrzeugen teilweise oder vollständig zu stoppen.

Der russische Pkw-Markt ist fast so groß wie der deutsche und galt lange Zeit als Hoffnungsträger in Europa. Die Unternehmen befürchten nun den Verlust lukrativer Geschäfte an die Konkurrenz aus Asien. Vom Russland-Geschäft hängen nach Angaben des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft gut 300.000 Stellen in der Bundesrepublik ab.

Im Gegensatz zu den Exporten nahmen die Einfuhren aus Russland in den ersten sechs Monaten zu – und zwar um 2,1 Prozent auf knapp 20,3 Milliarden Euro. Deutschland bezieht von dort vor allem Erdöl, Erdgas und Mineralölprodukte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Export-Einbrüche: Stress für Exporteure nach Russland"

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  • Nach meinen Informationen hat man nicht nur abgelehnt, das Gold welches Deutschland gehört nach Deutschland überführen zu lassen, sondern man hat seit 1976 niemandem mehr die Goldbestände Deutschlands, die angeblich in Fort Knox lagern sollen, gezeigt. Viele vermuten, das das deutsche Gold einfach verkauft wurde und nicht mehr existiert. vielen Dank , USA !

  • Na da hat man doch auf die „überseefreunde“ gehört Sanktionen gegen die bösen Russen zu erlassen, und was ist der Dank dafür, die eigene Konjunktur geht kurz danach den Bach runter. Denn man dachte, man könne mit Russland aus der Sicht der „Stärkeren“ reden, wie man sich irren kann. Jetzt ist genau die richtige Zeit „unseren“ Goldreserven heim zu holen, ah ne ich vergas ja, auch das haben die „überseefreunde“ abgelehnt bzw. sie sind bei denen sicherer... Nun, wozu noch hat man „Freunde“, welche man nicht einmal dem Fein wünscht.

    Nun ja, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall…

  • Für jedes einfache Problem gibt es eine einfache Lösung!
    Die paar Sanktionen und Gegensanktionen von der Wertegemeinschaft und noch ein paar private Zugaben von Hr. Wirtschaftsminister.
    Das sind doch alles Peanuts.
    Wenn man sich schon nicht über den Krümmungsradius von Gurken oder den Sitz des EU-Parlaments einigen werden kann, bei den Sanktionen hat es ja vorbildlich geklappt.
    Damit ist in der Praxis offensichtlich, dass man auch fähig ist gemeinschaftlich völligen Blödsinn zu beschließen.
    Nach der anstrengenden Eurorettungspolitik sind verständlicherweise auch die Größenordnungen etwas durcheinandergeraten. Ob es sich nun um Peanuts oder Coconuts handelt, um Millionen oder Milliarden?. Aber wen interessiert das schon bei der Ausübung eines von der Allgemeinheit alimentierten Berufs.
    Der Österreichische Normalbürger (Kleinbürgertum= nicht von der Allgemeinheit alimentierte Person) geht mit solcher Problematik vorbildlich um. Die essen einfach mehr Äpfel und schon ist das Problem vom Tisch. Jeder Deutsche könnte nun in ähnlicher Art und Weise pro-aktiv einen Zweitwagen kaufen und somit die Sanktionsspirale stoppen (nur keinen Ford!).

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