Exporte in Erdölstaaten werden angekurbelt
Hoher Ölpreis bringt Deutschland auch Vorteile

Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat Deutschland unter dem hohen Ölpreis nicht nur zu leiden. Die Wirtschaftsforscher haben festgestellt, dass Deutschland von einer steigenden Nachfrage nach Waren aus den Erdöl exportierenden Staaten profitiert.

HB BERLIN. Deutschland hat unter dem hohen Ölpreis nicht nur zu leiden, sondern profitiert auch von der gleichzeitig steigenden Nachfrage nach deutschen Waren aus den Erdöl exportierenden Ländern.

So habe sich der Export deutscher Waren in die elf Opec-Staaten in Folge des Ölpreisanstieges im Jahr 2000 deutlich erhöht, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten IW-Studie. Von 1999 auf 2000 hatte sich der Fass-Preis für Opec-Rohöl im Schnitt von 17 auf 28 Dollar erhöht. Der Wert der deutschen Ausfuhren in die Länder stieg etwas zeitverzögert von 9,1 Mrd. € 1999 auf 10,7 Mrd. € 2000 weiter bis auf 14,7 Mrd. € 2002.

„Freilich ist dies nur ein kleines Trostpflaster, gehen doch gerade zwei Prozent der deutschen Warenausfuhr in die Opec“, schrieben die IW-Volkswirte weiter. Auf der anderen Seite treibe das teurere Öl die Kosten der deutschen Unternehmen hoch und verhindere so Investitionen. Zudem würden die Haushaltskassen der Bürger belastet, was den Konsum an anderer Stelle drossele.

Das Ölkartell steht unter Deutschlands Öllieferanten dem IW zufolge mit einem Anteil von knapp einem Fünftel auf Platz drei. Mit einem Anteil von fast 32 % ist Russland der wichtigste Öllieferant für Deutschland, gefolgt von Norwegen mit einem Anteil von 21 %. Unter den Opec-Staaten ist Libyen der wichtigste deutsche Öllieferant mit einem Anteil von 8,4 %. Aus Saudi-Arabien kommen gerade einmal 3,6 % des Erdöls.

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