Exporte könnten an Schwung verlieren: Wachstumsdynamik in Deutschland lässt nach

Exporte könnten an Schwung verlieren
Wachstumsdynamik in Deutschland lässt nach

Der deutsche Außenhandel könnte nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums in den kommenden Monaten an Schwung verlieren. Eine weitere Aufwertung des Euro, die erwartete leichte Abkühlung der Weltkonjunktur und ein langsameres Wirtschaftswachstum in den USA könnten die Exporte dämpfen und damit die Wachstumsdynamik schwächen.

HB BERLIN. Für eine Abschwächung des Außenhandels sprächen auch die stagnierenden Exporterwartungen der monatlich vom Ifo-Institut befragten Unternehmen. Wegen der kräftig gestiegenen Auslandsaufträge seien die Aussichten für die Ausfuhren aber insgesamt gut, hieß es im Monatsbericht des Ministeriums.

Bremsspuren der Euroaufwertung zum Dollar seien bereits zu beobachten, schrieben die Beamten. So habe die Wirtschaft in den ersten elf Monaten 2007 zwar 9,3 Prozent mehr exportiert. Dabei hätten die Ausfuhren in die anderen EU-Länder mit 11,9 Prozent überdurchschnittlich zugenommen. Dagegen seien die Exporte in Drittländer nur um 4,9 Prozent gestiegen, und seit September sei der Trend im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar rückläufig. „Die Abschwächung der Exporte in Drittländer hängt auch mit der Konjunkturabschwächung in den USA zusammen“, hieß es weiter.

Insgesamt befinde sich die deutsche Wirtschaft in einer „robusten Verfassung“, schrieben die Konjunkturexperten. Die Wachstumsdynamik dürfte aber 2008 schwächer sein als 2007. Der Grund liege in den außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für dieses Jahr erwartet die Regierung ein Wachstum von 1,7 Prozent nach 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik deute sich bereits in den vorliegenden Konjunkturdaten für die Monate Oktober und November an.

In dem Bericht bekräftigen die Ministerialen zwar die Regierungserwartung, dass der private Konsum dank der Belebung am Arbeitsmarkt anziehen wird. „Allerdings wird die preisbereinigte Zunahme der Konsumausgaben der privaten Haushalte durch den Preisauftrieb im Verlaufe des letzten Jahres gedämpft.“ Die Inflation hatte 2007 im Jahresschnitt bei 2,2 Prozent gelegen. Das ist der höchste Wert seit 1994.

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