Exporte
Russen stehen auf "Made in Germany"

Deutsche Waren sind in Russland immer stärker gefragt. Während die Exporte in die USA und nach Japan zurückging, legten die Lieferungen nach Russland kräftig zu. Insgesamt stiegen die deutschen Exporte um mehr als zehn Prozent. Auch die Einfuhren legten zu.

HB WIESBADEN. Der Warenwert der Exporte nach Russland stieg im ersten Quartal des Jahres um 32,5 Prozent auf sechs Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit wuchsen die Ausfuhren nach Russland drei Mal so schnell wie die Exporte insgesamt in diesem Zeitraum mit plus 10,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Von Januar bis März 2007 wurden Waren im Wert von 238,8 Milliarden Euro exportiert.

Der Großteil der Produkte fließt nach wie vor in Länder der Europäischen Union: Hier legten die Ausfuhren um 12,8 Prozent auf 157,3 Milliarden Euro zu. Ein überdurchschnittliches Plus von 22,7 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro gab es bei der Warenlieferung in die zwölf neuen EU-Staaten.

Unterdurchschnittlich legten die Exporte in Länder außerhalb der EU zu. Mit einem Plus von 7,0 Prozent auf 81,6 Milliarden Euro wuchsen diese schwächer als die Gesamtausfuhren. Im Vergleich einzelner Länder gab es den Statistikern zufolge aber unterschiedliche Entwicklungen: So stieg der Warenwert der nach China exportierten Waren um 11,8 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Ein Plus gab es auch für Waren nach Indien, die Ausfuhren stiegen um 18 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Dagegen sanken die Exporte in die USA um 4,9 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro. Auch nach Japan gingen in den ersten Monaten 2007 weniger Waren als noch im ersten Quartal des Vorjahres (minus 6,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro).

Der größte Teil der Einfuhren stammte ebenfalls aus EU-Mitgliedstaaten: Im ersten Quartal 2007 kamen Waren im Wert von 112,2 Milliarden Euro aus diesen Ländern (plus 10,4 Prozent). Insgesamt legten die Importe um 8,1 Prozent auf 190 Milliarden Euro zu. Um 19,3 Prozent stiegen die Einfuhren aus den zwölf neuen Mitgliedstaaten auf 21,1 Milliarden Euro. Darunter war Ungarn mit einem Plus von 22,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro der Spitzenreiter. Weniger stark als die Gesamteinfuhren wuchsen die Importe aus Nicht-EU-Ländern: Von dort wurden Waren im Wert von 77,8 Milliarden Euro nach Deutschland geliefert, ein Plus von fünf Prozent.

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