Exporte zweites Quartal
Deutschland weiter Spitze, USA geschlagen

Deutschland hat auch im zweiten Quartal 2007 seinen Titel als Exportweltmeister verteidigt. Doch setzt China seine Aufholjagd fort. Die bisherige Nummer zwei wurde nach Angaben der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) schon verdrängt.

KÖLN. Die Erwartungen vieler Außenhandelsexperten sind jetzt eingetreten: China hat die USA im zweiten Quartal 2007 als Exporteur überholt, berichtete die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) .

Deutschland konnte dagegen seinen Exportweltmeister-Titel erneut verteidigen. Insgesamt steigerte die Bundesrepublik seine Exporte zwischen April und Juni um 19,1 Prozent auf 323 Milliarden US-Dollar (239 Milliarden Euro). China erhöhte seine Ausfuhren allerdings noch stärker um 27,5 Prozent auf 295 Milliarden Dollar. Deutlich schwächer fiel das Wachstum der US-Exporte aus, die sich um 10,6 Prozent auf 289 Milliarden Dollar erhöhten.

Dank der Exporterfolge stieg der chinesische Außenhandelsüberschuss im ersten Halbjahr um 84 Prozent auf 113 Milliarden Euro. Besonders groß waren die chinesischen Exporterfolge in der Eisen- und Stahlbranche, wo das Land seine Ausfuhren mehr als verdoppelte und Deutschland überrundete. Auch in den Sektoren Chemie, Maschinen- und Elektrotechnik legte das Reich der Mitte hohe Wachstumsraten vor. Etwas schwächer war die Entwicklung bei elektronischen Erzeugnissen sowie Textilien und Bekleidung.

Durchwachsener war das Bild in den USA. Während sich Chemie, Eisen und Stahl, Autos sowie Maschinenbau erfreulich entwickelten, stagnierten die Ausfuhren von Elektrotechnik und elektronischen Erzeugnissen.

Mittlerweile hat die Europäische Union die USA als wichtigste Abnehmerregion chinesischer Erzeugnisse abgelöst. Insgesamt erhöhten sich die chinesischen Lieferungen in die EU im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um 30 Prozent auf 108 Milliarden Dollar, während die Exporte in die USA nur um 18 Prozent auf 107 Milliarden Dollar stiegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%