Exporteinbruch
Südkorea rutscht in die Rezession

Südkoreas Wirtschaft bewegt sich immer schneller auf eine tiefe Rezession zu. Die Industrieproduktion der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens brach im Januar so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung 1970 ein.

HB SEOUL. Dies teilte das statistische Amt in Seoul am Montag mit. Die Produktion im Bergbau und im produzierenden Gewerbe sackte demnach im Jahresvergleich um 25,5 Prozent ab, nach einem Rückgang von 18,7 Prozent im Dezember 2008.

Die negative Entwicklung führte das Amt auf die rückläufige Produktion von wichtigen Exportgütern des Landes wie beispielsweise Halbleiter und Autos zurück. Zahlreiche koreanische Unternehmen haben die Produktion angesichts der globalen Wirtschaftskrise deutlich gedrosselt.

Angesichts der einbrechenden Nachfrage in Asien und dem Rest der Welt schrumpften Südkoreas Exporte unterdessen im Februar den vierten Monat in Folge. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums fielen die Ausfuhren des exportabhängigen Landes im Februar im Jahresvergleich um 17,1 Prozent auf 25,8 Mrd. Dollar. Im Januar waren die Exporte sogar um 33,8 Prozent zurückgegangen.

Südkoreas Regierung hatte sich im Februar von ihrer positiven Wachstumsprognose für 2009 verabschiedet. Nach einer Prognose von Finanzminister Yoon Jeung Hyun wird die Wirtschaftsleistung des Landes voraussichtlich um zwei Prozent schrumpfen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel nach Berechnungen der Zentralbank in Seoul im Schlussquartal 2008 im Vergleich zum Vorquartal stärker als erwartet um 5,6 Prozent.

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