Exportentwicklung wegen Euro unsicher
Ifo sagt Konjunkturerholung voraus

Eine kräftige Belebung des Arbeitsmarktes sei im kommenden Jahr nicht zu erwarten, schätzt das Münchner ifo-Institut. Doch nach drei mageren Jahren wird sich die deutsche Wirtschaft deutlich erholen.

HB MÜNCHEN. „Auch in Deutschland stehen die Konjunkturampeln auf Grün“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn bei der Vorstellung des neuen Ifo-Konjunkturberichtes am Freitag. Für nächstes Jahr rechnet das Ifo mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent nach einer Stagnation in diesem Jahr. Eine unsichere Größe bleibe aber die Exportentwicklung, da nicht klar sei, wie stark die europäische Währung noch zum Dollar steigen werde. Die Reform-Beschlüsse wertete Sinn als Beleg für die Reformfähigkeit Deutschlands.

Die Weltkonjunktur habe 2003 Fuß gefasst, sagte der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo). Davon werde die deutsche Wirtschaft profitieren: „Die konjunkturellen Aussichten der Bundesrepublik waren schon lange nicht mehr so günstig wie jetzt, zumal die Einigung im Vermittlungsausschuss wieder ein besseres Licht auf die Reformfähigkeit des Landes wirft.“

Das teilweise Vorziehen der dritten Steuerreformstufe auf Anfang 2004 wird dem Ifo zufolge 0,2 Prozentpunkte zum vorhergesagten Wachstum beitragen. Bürger und Unternehmen werden zum neuen Jahr steuerlich um rund 15 Milliarden Euro entlastet. Sinn sagte, am Arbeitsmarkt sei aber trotz der anziehenden Konjunktur nicht mit einer raschen Belebung zu rechnen.

Sinn: Exportentwicklung wegen Euro unsicher

Das Ifo geht für 2004 im Jahresschnitt von einem Euro-Kurs von rund 1,25 Dollar aus. „Die Exportkonjunktur bleibt eine unsichere Größe bei der Prognose, weil nicht bekannt ist, wie weit die Euro-Aufwertung noch führen wird.“ Die Europäische Zentralbank (EZB) werde den Leitzins von derzeit zwei Prozent im kommenden Jahr wohl etwas anheben.

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