Exportmotor kommt langsam auf Touren
Wirtschaft setzt auf Anziehen der Exporte in 2004

Die deutschen Exporte kommen nach dem Dämpfer wegen des Irak-Kriegs wieder stärker auf Touren. Nach plus 3,5 % in diesem Jahr sei 2004 mit einer Zunahme der Ausfuhren um 4,5 % auf 701,2 Mrd. € zu rechnen, teilte der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels am Mittwoch in Berlin mit.

HB BERLIN. In der Handelsbilanz stehe 2004 ein Exportüberschuss in Rekordhöhe bevor. Die lange gewohnten Zuwachsraten von über sechs Prozent seien aber weiter nicht in Sicht. Auch neue Jobs seien nicht zu erwarten.

Nach der gebremsten Entwicklung in der ersten Jahreshälfte zeichne sich eine Erholung ab, sagte Verbandspräsident Anton Börner. Für das Gesamtjahr 2003 sei mit Ausfuhren von 671 Mrd. € zu rechnen. Dem stünden Importe von 545,6 Mrd. € (plus 4,5 %) gegenüber. Die deutsche Handelsbilanz werde mit 125,4 Mrd. € den Rekordüberschuss des Vorjahres knapp um eine Milliarde Euro verfehlen. „Ein kräftiger Aufschwung sieht anders aus“, schränkte Börner ein. Eine Belebung für den Arbeitsmarkt sei nicht zu erwarten, da die Kapazitäten ausreichend seien. Investitionen würden zunehmend ins Ausland gelenkt.

Ein Risikofaktor bleibe die Entwicklung des Euro-Kurses. Zudem müsse die US-Wirtschaft in Fahrt kommen. Die politisch brisante Lage im Iran könnte den Ölpreis beeinflussen. Während die Europäische Union als wichtigster Absatzmarkt im Konjunkturtief liege, gebe es erhebliche Wachstumschancen durch den Beitritt der osteuropäischen Staaten zur EU und in Asien, vor allem in China und Japan. Auch nach dem Scheitern der Welthandelskonferenz in Cancún seien weitere Schritte zur Liberalisierung dringend nötig, sagte Börner.

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