EZB-Chef Draghi
„Die Zinsen werden niedrig bleiben“

Die Zinsen werden EZB-Chef Mario Draghi zufolge noch für lange Zeit niedrig bleiben. Anfang des Monats hatte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt.
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Frankfurt/ParisDie Zinsen in der Euro-Zone werden nach den Worten von EZB-Chef Mario Draghi noch für längere Zeit extrem niedrig sein. „Die Geldpolitik wird noch für eine lange Zeit expansiv bleiben und ich kann sagen, dass der EZB-Rat einhellig die Auffassung vertritt, dass die zur Verfügung stehenden Werkzeuge allesamt genutzt werden können, um die Teuerungsrate wieder zurück auf knapp unter zwei Prozent zu bringen“, sagte er am Mittwoch in einem Interview des französischen Radiosenders „Europe 1“. „Die Zinsen werden niedrig bleiben, weil sie nicht mehr viel weiter sinken können.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Leitzins Anfang des Monats auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Zudem will die Notenbank ab Oktober in großem Stil Kreditverbriefungen und Pfandbriefe kaufen, um den Kreditfluss in die Wirtschaft anzuregen und die maue Konjunktur anzukurbeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB-Chef Draghi: „Die Zinsen werden niedrig bleiben“"

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  • Italiens Wirtschaft wird auch das nicht mehr helfen.Hier hülfe nur ein Austritt aus dem Euro.Aber solange die indirekten Transfers der EZB in den Süden weiter gehen,wird das nie geschehen.Hilft nur AfD wählen,eine Machtübernahme oder Regierungsbeteiligung unter Aufkündigung der "Europäischen Solidargemeinschaft", wäre die größte Strafe für den Süden.Dann könnte man gar nicht so schnell gucken,wie Italien die Eurozone,von sich aus wohlgemerkt,verlässt.Letztlich sind doch alle in der EU Egoisten und denken zuerst an ihr eigenes Wohl und Wehe,sonst wäre ja auch Draghi nie Chef der EZB geworden,obwohl laut EU-Vereinbarung aus 2005, ein Deutscher an der Reihe war.

  • Da freut sich der D.....

    Altersarmut... zeitarbeit...
    transfers in den Süden....
    banken retten mit steuer geld...

    aber er muss mit 71 dann noch dazuverdienen.....

    dafür findet jeder der hier strandet eine umfangreiche Helferindustrie vor.....

    nur der autochone schaut ungläubig in die Röhre...
    sofern er nicht im staatsdienst rundumversorgt ist...

    Aber hey.... Ihr profitiert vom Euro..^^

  • Italien legt jeden Monat zu-an Schulden.20-25 Mrd Euro kommen so jeden Monat, trotz Schuldenbremse der EU ,oben drauf.Und das sind nur die Staatsschulden.Nicht die Schulden der Regionen,Städte, Banken,Firmen und Privatpersonen.Ergo muss Draghi,denn er ist an erster Stelle Italien,seinem Heimatland, verpflichtet,die Schuldzinzen durch den Leitzins,niedrig halten.
    Die neueste Studie der Allianz bestätigt das Begünstigen des Südens in der Vermögensfrage durch die EZB.Überhaupt sind die weltweiten Schulden laut einer Studie "Der Bank für Internationalen Finanzausgleich" auf über 100 Billionen Dollar gestiegen.Ein Drittel mehr,als vor 2007,dem Beginn der Krise.Das da alle Notenbanken der G7 ,die Zinsen auf Null halten,versteht sich von selbst.Niemand will und kann,die Nadel in die Hand nehmen und in diese Blase stechen,damit sie platzt.Denn was passiert,wenn auch nur eine Notenbank daran denkt, die Zinsen zu erhöhen,sahen wir im letzten Jahr.Schon verloren DAX und Dow über 1000 Punkte in nur 2 Wochen und die amerikanische Notenbank musste einlenken und weiterhin niedrige Zinsen auf unbestimmte Zeit versprechen.

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