EZB erwartet weiteren Preisanstieg
Nahrungsmittel werden noch teurer

Weltweit sollten sich die Verbraucher auf weiter steigende Nahrungsmittelpreise einstellen. Wie die Europäische Zentralbank in ihrem Monatsbericht Dezember schreibt, sind die Preise für verschiedene landwirtschaftliche Rohstoffe wie Getreide und Ölsaaten am Weltmarkt stark gestiegen.

HB FRANKFURT. Neben vorübergehenden Faktoren wie dem Wetter seien dafür die wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und neue Nutzungsarten einiger landwirtschaftlicher Rohstoffe (Biokraftstoffe) verantwortlich. Dies dürfte nach Einschätzung der Notenbank „weltweit für einen dauerhafteren Aufwärtsdruck auf Nahrungsmittelpreise sorgen“.

Der Anstieg der globalen Nahrungsmittelpreise habe im Euro-Raum bereits zu deutlichen Steigerungen sowohl auf Erzeuger- als auch auf Verbraucherseite geführt. So seien die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel und Getränke im Oktober um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auf der Verbraucherseite sei ein Plus von 4,0 Prozent für verarbeitete Nahrungsmittel (ohne Tabak) zu verzeichnen. Bei den verarbeiteten Nahrungsmitteln seien im Oktober besonders Brot, Getreide, Milch, Käse und Eier deutlich teurer geworden.

Doch obwohl die Nahrungsmittelpreise in den vergangenen Monaten in allen Ländern des Euro-Raums gestiegen seien, „war der globale Preisschock für diese Waren in den einzelnen Ländern in sehr unterschiedlichem Ausmaß festzustellen“, erklärte die EZB in dem am Donnerstag vorgelegten Bericht weiter. So fiel der Preisanstieg mit elf Prozent in Slowenien am kräftigsten aus, in Frankreich (plus 1,3 Prozent) und Finnland (1,1 Prozent) dagegen am geringsten. Deutschland, Spanien und Österreich lagen mit fünf bis sieben Prozent dazwischen.

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