EZB-Hilfen
Draghi dämpft spanische Hoffnungen

EZB-Präsident Mario Draghi hat spanischen Hoffnungen auf großzügige Hilfen durch die Notenpresse der Zentralbank einen Dämpfer erteilt. Das Anleihekaufprogramm könne nur unter bestimmten Umständen aktiviert werden.
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Madrid/FankfurtDas im September aufgelegte Kaufprogramm für Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder könne nur aktiviert werden, wenn eine ernsthafte Störung der Geldpolitik vorliege, sagte Draghi am Dienstag laut von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichtem Redetext bei einem Besuch des spanischen Parlaments in Madrid.

„Die EZB kann nur dann daran denken das Anleihekaufprogramm (OMT) zu aktivieren, wenn es große Probleme bei der Übertragung ihrer Geldpolitik gibt. Zudem gibt es eine strikte und effektive Verknüpfung mit einem Programm des Euro-Rettungsschirm ESM.“ Das unter den Folgen einer geplatzten Immobilienblase und hohen Schulden ächzende Spanien gilt als einer der ersten Kandidaten für Hilfen der EZB. Bislang hat das Land aber keinen Antrag darauf gestellt und ist auch nicht bereit, unter den Rettungsschirm ESM zu schlüpfen.


Draghi hatte die Einladung ins spanische Parlament vergangenen Dezember angenommen. Bereits im Oktober hatte er seine vor allem in Deutschland umstrittene Krisenpolitik vor Abgeordneten des Bundestags in Berlin verteidigt. Die Ankündigung möglicher Anleihekäufe hatte die Zinsen für Krisenländer wie Spanien am Kapitalmarkt zuletzt deutlich sinken lassen.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • O-Ton Draghi
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    Das im September aufgelegte Kaufprogramm für Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder könne nur aktiviert werden, wenn eine ernsthafte Störung der Geldpolitik vorliege, sagte Draghi am Dienstag laut von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichtem Redetext bei einem Besuch des spanischen Parlaments in Madrid.
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    Und das ist seit Jahr und Tag die Politik der EZB.

    Sollte es in spanischen Parlament Leute geben die das immer noch nicht begriffen haben?

    So wie in den Kommentarspalten des Handelsblatts?

    Peinlich, peinlich.

  • ich sage doch schon seit 1 jahr, dass alle pleiteländer nun unbegrenzte billionen ohne Auflagen, Sicherheiten und Regeln wollen. sie müssen nun nur behaupten Systemrelevant und zahlungsunfähig sein. die Banken wollen zusätzlich geld weil sie auf 1 Billion fauler Kredite sitzen, 1 Billion Target2, haben und die Bilanzen nicht korrigiert sind.
    wenn man alles zusammenzählt hat die EU 55 Billionen Miese und die Arschlochretterei geht erst los.

  • Warum ist dann die spanische Immobilienblase in obszöner Größenordnung geplatzt, wenn die Spanier so professionelle Sanierer sind? Und warum hat es Spanien nicht geschafft, außer der Bauindustrie andere Industriezweige aufzubauen, die dem Land Wachstum und Arbeit beschert hätten? Es ist einfach nicht zu glauben, was für ein Unsinn und Parolen ins Netz gesetzt wird, nur um dieses totkranke südeuropäische Land gesundzubeten!

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