EZB-Jahresbericht
Banken horten Staatsanleihen als Sicherheit

Der heute vorgelegte Jahresbericht der Europäischen Zentralbank bietet so manches interessante Detail: Dazu gehört auch die Erkenntnis, das Banken Notenbankkredite immer mehr Staatsanleihen hinterlegen.
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Frankfurt

Die Banken in der Euro-Zone hinterlegen für Notenbankkredite immer mehr Staatsanleihen als Sicherheit. Zugleich blieben sie 2010 weiter stark von der Finanzierung durch die Notenbank abhängig, wie aus dem Jahresbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, der am Montag in Frankfurt veröffentlicht wurde. Der Wert der bei der EZB hinterlegten Sicherheiten lag mit 2,01 Billionen Euro nur wenig unter dem Rekordwert, der 2009 erreicht wurde. Nicht zuletzt wegen der Schuldenkrise in einigen Euro-Staaten legte der Anteil der Staatsanleihen an den gesamten Sicherheiten zu: 13 Prozent der hinterlegten Wertpapiere entfallen auf Staatstitel.

Eigentlich können nur Staatsanleihen mit einer bestimmten Bonitätsnote bei der EZB hinterlegt werden. In der Schuldenkrise hat die Zentralbank aber Ausnahmen für Griechenland und in diesem Jahr auch Irland beschlossen und akzeptiert von diesen beiden krisengeplagten Euro-Staaten nun alle Staatsanleihen unabhängig von ihrer Bewertung. Weil die Papiere zum Teil deutlich an Wert verloren haben, können sie am Markt ohne Verluste kaum verkauft werden, sondern fast nur noch als Sicherheit für Zentralbank-Geld eingesetzt werden.

Deutlich wichtiger als Staatsanleihen sind jedoch Asset Backed Securities (ABS): Fast ein Viertel der gesamten Bank-Sicherheiten bei der EZB entfallen auf diese forderungsbesicherten Wertpapiere, die in der Finanzkrise 2008/2009 für Turbulenzen verantwortlich gemacht wurden. An zweiter Stelle stehen ungedeckte Bankschuldverschreibungen und nicht marktfähige Finanzinstrumente. Insgesamt beziffert die EZB den Wert der als notenbankfähig eingestuften Sicherheiten auf 14 Billionen Euro, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Nachfrage der Banken ging dagegen zurück. Insgesamt liehen sich die Kreditinstitute im Schnitt 133,8 Milliarden Euro bei der EZB, nach 149,8 Milliarden Euro im Vorjahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist ein grosses Karussell: Die EZB leiht grossen Banken Geld zu 1,25%; das geht umgehend weiter an Nationalstaaten für 4% bis 9%. Diese "Staatsanleihen" werden als Sicherheit bei der EZB für weiteres "Geldleihen" - zur Finanzierung weiterer Staatsschulden - hinterlegt.
    Die kindliche Zuversicht sagt, dass hierdurch "stimuliert" wird; und das ist nicht falsch, bis alles kollabiert.

  • Ich fordere eine weltweite Bad Bank!
    Die Party muss doch weitergehen.
    Also liebe Banker, schmeisst euren Müll doch bitte allen Weltbürgern hin und holt euch frisch gedrucktes sauberes Papiergeld zum Weiterzocken.
    Wir helfen doch gerne, schließlich muss das System weiterlaufen, ist ja alternativlos.

  • Die reichsten "Elite" Familien der Welt treiben die Menschen in die Armut und Abhängigkeit.
    Die Bankster und Politik Marionetten tun ihr Bestes um das zu vollenden.
    Und was machen die Menschen ? - SCHLAFEN !!!!!!!

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