EZB: Öl gibt Anlass zur Besorgnis
Preise bleiben mittelfristig stabil

Der Ausblick für die Teuerungsrate steht nach Meinung der Europäischen Zentralbank (EZB), trotz eines kurzfristig etwas stärkeren Inflationsdrucks, weiter im im Einklang mit ihrer Definition von Preisstabilität auf mittlere Sicht.

HB FRANKFURT/M. Als einen Risikofaktor für diesen Ausblick machten die Volkswirte der Notenbank in dem am Donnerstag veröffentlichten EZB-Monatsbericht für August die hohen Ölpreise aus. „Insbesondere das anhaltend hohe Niveau der Ölpreise, das durch die Stärke des weltwirtschaftlichen Wachstums gestützt werden könnte, gibt Anlass zur Besorgnis“, schrieben sie. Sollte die Lohnzurückhaltung im Wahrungsgebiet bestehen bleiben, sollten sich die Preissteigerungen in Grenzen halten.

„Gleichwohl müssen die Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität genau beobachtet werden.“ Zwar gingen die Währungshüter davon aus, dass die Inflation nach den ersten Monaten 2005 wieder unter die von ihr als Preisstabilität definierte Marke von zwei Prozent fallen wird, aber es bestehe auch die Gefahr von Zweitrundeneffekten wie etwa Lohnsteigerungen.

Die Preise für Rohöl waren in den vergangenen Tagen auf die höchsten Niveaus seit Einführung des Handels mit Öl-Futures gestiegen. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte am Mittwoch mit neuen Zahlen belegt, dass sich das Öl-Angebot am Weltmarkt - wie an den Finanzmärkten befürchtet - tatsächlich verknappt hat. Zum einen sei die weltweite Nachfrage nach dem Energierohstoff stärker als erwartet gestiegen, zum anderen seien die freien Kapazitäten für die Öl-Förderung deutlich zurückgegangen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%