Konjunktur
EZB: Schlüsselzins bleibt bei zwei Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Euro-Zone wie an den Finanzmärkten erwartet unverändert gelassen. Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins betrage weiterhin 2,00 Prozent, teilte die EZB am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit. Die Zentralbank begründete die Entscheidung zunächst nicht und verwies auf die Pressekonferenz mit EZB-Chef Jean-Claude Trichet ab 14.30 Uhr (MEZ).

HB FRANKFURT. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Zentralbank im kommenden Jahr die Zinsen wieder erhöhen wird, um wachsenden Inflationsgefahren im Zuge eines stärkeren Wachstums rechtzeitig entgegenzuwirken. Während die meisten Volkswirte den Zeitpunkt dafür erst in der zweiten Jahreshälfte sehen, spiegeln die Geldmarktkurse einen ersten Zinsschritt schon im Frühjahr wider. Wie Reuters zuletzt aus geldpolitischen Kreisen erfahren hatte, könnte ein nachhaltiger starker Kursanstieg des Euro den EZB-Rat auch zu einer weiteren Zinssenkung bewegen. Die Gemeinschaftswährung hatte erst am Mittwoch einen neuen Höchststand über 1,21 Dollar erreicht und war damit binnen vier Wochen um mehr als sechs US-Cent gestiegen.

Die Zentralbank ließ auch den Zinskorridor für den Geldmarkt unverändert. Die Sätze dafür betragen weiterhin 1,00 Prozent für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB und 3,00 Prozent für Übernachtkredite.

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