EZB
Trichet mahnt Märkte zur Gelassenheit

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, reagiert auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten. In einer unerwartet anberaumten Pressekonferenz rief er zur Gelassenheit auf. Gleichzeitig räumte er ein, es sei eine „stärkere Wahrnehmung der Risiken“ zu beobachten. Ein klares Signal gab Trichet für die Zinspolitik der nächsten Monate.

HB FRANKFURT. Zu der Entwicklung an den Finanzmärkten sagte Trichet, es handele sich dabei um eine Neubewertung von Risiken. „Wir haben eine Phase der Nervosität und Volatilität an den Märkten. Diese Entwicklung verdient Aufmerksamkeit, wir werden große Aufmerksamkeit für die künftige Marktentwicklung haben.“

Wichtig sei in so einer Phase, dass die Marktteilnehmer ihre Haltung bewahren, fügte Trichet hinzu. Die Neubewertung der Risiken habe er schon früher gefordert, als er den Märkten vorgehalten habe, sie beachteten diese zu wenig. Insofern sei die Entwicklung eine Normalisierung.

Zu der Schieflage der Mittelstandsbank IKB wollte sich der EZB-Präsident nicht äußern. Er habe den Aussagen von Bundesbankpräsident Axel Weber nichts hinzuzufügen, erklärte Trichet.

Trichet stimmte die Märkte auf eine Zinserhöhung im September ein. Die Notenbank beobachte die Inflationsrisiken mit „besonderer Wachsamkeit“. Dies gilt als Schlüsselformulierung für eine Zinsanhebung im nächsten Monat.

Die Zinsen werden dann nach gängiger Einschätzung von 4,00 auf 4,25 Prozent steigen. „Wir legen uns aber nicht im Vorhinein fest, sondern entscheiden auf Basis der Daten“, sagte Trichet.

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