EZB
Trichet nimmt starken Dollar in Schutz

Für den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein starker Dollar im Interesse der internationalen Gemeinschaft. Jean-Claude Trichet stellt sich hinter die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke.
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HB FRANKFURT. Ein starker US-Dollar liegt nach Einschätzung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, im Interesse der internationalen Gemeinschaft. "Entsprechende Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke waren sehr wichtig und werden von mir voll unterstützt", sagte Trichet am Dienstag auf der Euro Finance Week in Frankfurt. Er habe die Aussagen von Bernanke mit großen Interesse gehört.

Die US-Notenbank will die Kursverluste des Dollar genau beobachten. "Wir sind mit Blick auf die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen des Dollar auf die Beschäftigung und der Preisstabilität sehr aufmerksam", hatte Bernanke am Montag in New York gesagt. Der jüngste Kursverfall des Dollar habe zu steigenden Rohstoffpreisen beigetragen. Der Dollar hat seitdem zum Euro aber auch zu anderen Währungen aufgewertet.

Die aktuelle Geldpolitik der EZB bezeichnete Trichet als angemessen. Die verbesserten Bedingungen an den Finanzmärkten signalisierten jedoch, dass die derzeit hohe Liquidität nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher gebraucht werde. Die EZB wird laut Beobachtern bereits im Dezember das Auslaufen von einigen zusätzlichen Liquiditätsgeschäften ankündigen. Die Inflationserwartungen sind laut Trichet fest verankert. Er erwarte weiterhin eine graduelle Konjunkturerholung im Jahr 2010.

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