EZB-Umfrage: Ökonomen sagen milde Rezession voraus

EZB-Umfrage
Ökonomen sagen milde Rezession voraus

Analysten erwarten laut einer Umfrage der EZB für 2012 nur eine minimale Rezession. Die Schuldenkrise soll die Wirtschaftleistung nur um 0,1 Prozent schrumpfen lassen. Danach soll es wieder bergauf gehen.
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BerlinTrotz der Schuldenkrise droht der Euro-Zone laut Experten nur eine milde Rezession. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter professionellen Beobachtern ihrer Geldpolitik hervorgeht, erwarten die Analysten dieses Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent. Noch im November hatten sie allerdings ein Wachstum von 0,8 Prozent veranschlagt.

2013 wird sich die Wirtschaft in den Staaten der Währungsgemeinschaft dann der Prognose zufolge stabilisieren und um 1,1 Prozent wachsen. Die Wirtschaft in den 17-Euroländern war Ende 2011 vor allem wegen der Schuldenkrise um 0,3 Prozent geschrumpft und damit erstmals seit Mitte 2009. Mit der laufenden konjunkturellen Abkühlung wird nach Einschätzung der Beobachter zugleich der Preisdruck nachlassen.

Für dieses Jahr erwarten sie im Jahresdurchschnitt eine Inflationsrate von 1,9 Prozent, womit die Stabilitätsgrenze der EZB von knapp zwei Prozent wieder eingehalten würde. Im November hatten die Beobachter für 2012 jedoch eine noch niedrigere Inflationsrate von 1,8 Prozent prognostiziert. 2013 soll die Rate auf 1,7 Prozent sinken.

Die Arbeitslosenquote wird nach Einschätzung der Analysten dieses Jahr in der Euro-Zone bei 10,6 Prozent liegen und nächstes Jahr auf diesem Niveau verharren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Niemand möge sich etwas vormachen lassen. Die Damen und Herren von den Wirtschafztsforschungsinstituten haben noch alle Wirtschaftskrisen der letzten 20 Jahren megamäßig unterschätzt. So wird es wohl auch 2012 geschehen. Statt 0,1 Prozent Wirtschaftsschrumpfung im Euroraum wird es wohl am Ende daher eher auf 1-2 Prozent Schrumpfung hinauslaufen. Schuld daran sind auch die einseitigen Sparorgien in Europa auf Kosten der sozial Schwächsten. Statt in Portugal und Spanien -Griechenland ist wegen seiner generellen Reformunfähigkeit ein Sonderfall- immer nur zu kürzen, wäre es angebracht gewesen bei den Reichen mit Sondersteuern Milliarden einzusammeln und damit sinnvolle! Konjunkturprogramme etwa für die Infrastruktur, den Bildungsbereich oder die ökologische Umgestaltung der Gesellschaft zu finanzieren. Dies hätte einerseits Arbeitslosigkeit und Rezession eindämmen können und andererseits ein emotional dringend notwendiges Zeichen gegen die zunehmende soziale Spaltung der europäischen Gesellschaften in Arm und Reich setzen können. Statt dessen singt eine neoliberale geblendete (Pseudo?-) elite in Brüssel lieber das Lied der einseitigen Ausgaben- und Sozialkürzungen. Wir alle -auch die Wohlhabenden- werden dafür noch bitter mit Wohlstandsverlusten, Beschädigung des Europagedankens und eventuell sogar blutigen sozialen Unruhen bezahlen müssen. Gnade uns Gott bei so viel Verblendung unserer (Pseudo?-) Eliten.

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