Facheinzelhandel kommt schlecht weg
Einzelhandelsumsatz sinkt im Jahresvergleich

Der Einzelhandel in Deutschland hat im Februar dieses Jahres einen um 0,8 % geringeren Umsatz verzeichnet als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Januar verkaufte der Einzelhandel nominal 0,4 % weniger, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag auf Grund vorläufiger Ergebnisse aus sieben Bundesländern mit.

HB BERLIN. Nach Herausrechnen der Inflation (real) ist der Umsatz jedoch überraschend um 0,3 % gestiegen. Damit könnte sich nach Ansicht von Experten eine Stabilisierung des krisengeschüttelten Einzelhandels andeuten, auch wenn von einem Aufwärtstrend noch keine Rede sein könne. Allerdings revidierten die Statistiker das Umsatzplus aus dem Januar deutlich herunter auf real 1,5 % von zuvor gemeldeten 3,1 %. Im Februar 2004 hätten die realen Umsätze zum Vorjahr stagniert.

Der Umsatz der Branche ging in den ersten beiden Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr real um 0,6 % zurück. Die Einzelhändler selbst erwarten für das Gesamtjahr lediglich eine Stagnation ihrer realen Umsätze. Jörg Krämer von der Fondsgesellschaft Invesco betonte: „Wir liegen im Januar und Februar 0,7 % über dem Vorquartal. Das hört sich wie ein guter Start ins Jahr an, ist aber nur eine technische Reaktion auf das besonders schlechte Jahresende.“ Das Plus sei deshalb noch nicht der Auftakt für spürbare Umsatzzuwächse im Einzelhandel. Hierfür sei die Stimmung der Verbraucher weiterhin zu schlecht. Die jüngste Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte ergeben, das die Deutschen auch im März ihre Kauflaune noch nicht wiedergefunden haben. Auch nach Einschätzung der Volkswirte von der Commerzbank deuten die Daten darauf hin, dass ein leichtes Plus des privaten Verbrauchs im ersten Quartal möglich ist. Die Volkswirte sprechen daher ebenfalls von einer möglichen Stabilisierung des privaten Konsums.

Sorgenkind der Branche blieb auch im Februar der Versandhandel, der real mehr als sieben Prozent weniger umsetzte als im Vorjahr. Der Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte zwar im Februar real 1,2 % mehr um, dabei entwickelte sich der Umsatz in den einzelnen Teilbereichen allerdings sehr unterschiedlich. Während Supermärkte und Verbrauchermärkte real 1,4 % mehr umsetzten, gingen die Erlöse im Facheinzelhandel real um 2,3 % zurück.

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