Fallende Ölpreise sorgen für Entspannung
Inflation im Großhandel sinkt auf Tiefpunkt

Die Inflation im deutschen Großhandel hat sich im Mai auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr verlangsamt. Im Jahresvergleich stiegen die Preise nur noch um 1,7 Prozent. Grund für die positive Entwicklung sind die Ölpreise. Das teilte am Freitag das Statistische Bundesamt mit.

HB WIESBADEN. Im April hatte die Jahresrate noch 3,2 Prozent betragen. Von April auf Mai fielen die im Großhandel verlangten Preise um ein Prozent und damit so stark wie seit gut zwei Jahren nicht mehr. Dabei verbilligten sich binnen Monatsfrist feste Brennstoffe und Mineralölprodukte im Schnitt um 4,2 Prozent.

Allerdings zählten diese Produkte im Jahresvergleich weiter zu den großen Preistreibern im Großhandel: Ihre Preise lagen fast neun Prozent über dem Vorjahr. Allerdings hatte die Jahresteuerung von Mineralölerzeugnissen im April noch bei fast 20 Prozent gelegen. Der Rückgang des Ölpreises hat sich jedoch in den vergangenen Wochen nicht fortgesetzt, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent nähert sich inzwischen mit fast 54 Dollar aber wieder seinen Höchstständen.

Auch bei anderen Rohstoffen schwächte sich die Inflation im Mai im Großhandel ab: So kosteten Erze, Eisen, Stahl und andere Metalle im Mai noch gut sieben Prozent mehr als vor einem Jahr; noch im Januar hatte die Teuerung hier fast 30 Prozent betragen.

Rückläufige Preise meldeten die Statistiker weiter im Großhandel mit Büromaschinen wie Computern, die im Schnitt gut 14 Prozent billiger als im Mai 2004 waren. Auch Getreide, Saaten und Futtermittel kosteten deutlich weniger als vor einem Jahr.

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