Februar-Zahlen
Industriewachstum größer als erwartet

Das Wachstum der Industrie in den Vereinigten Staaten hat im Februar stärker als erwartet zugenommen. Auch in Deutschland und in der Euro-Zone legte die Branche schneller zu als im Vormonat.

HB NEW YORK/BERLIN. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager lag bei 56,7 Zählern nach 54,8 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 55,6 Punkte gerechnet. Ein Index-Wert von über 50 Punkten deutet auf eine Expansion im Verarbeitenden Gewerbe hin, Werte darunter zeigen ein Schrumpfen an.

Das Wachstum wirkte sich auch auf die Lage am Arbeitsmarkt aus: Der Beschäftigungsindex des Instituts stieg auf 55,0 Punkte von 51,3 im Januar. Der Teilindex für die Preise fiel auf 62,5 Zähler von zuvor 65,0 Punkten. Bei den Neuaufträgen wurde ein Plus auf 61,9 von 58,0 Zählern verzeichnet.

Der deutschen Industrie verliehen mehr Aufträge und eine höhere Produktion Schwung. Der RBS/BME-Einkaufsmanagerindex für die Bundesrepublik stieg um 0,8 auf 55,8 Zähler und damit den höchsten Stand seit Sommer 2004. Dabei weitete die Branche ihre Produktion so kräftig aus wie seit Juni 2000 nicht mehr und die Auftragsbücher füllten sich so stark wie zuletzt Mitte 2004. Ein wachsender Auftragsbestand und schrumpfende Lagerbestände veranlassten die 500 befragten Firmen, unter dem Strich so viele Stellen zu schaffen wie zuletzt vor fünf Jahren.

Wegen des Booms der deutschen Industrie hat die Branche auch in der gesamten Euro-Zone weiter an Fahrt gewonnen. Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex für das Währungsgebiet legte um einen Punkt auf 54,5 Zähler zu und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2004. Dabei legte die Produktion ebenso wie der Auftragseingang in allen vier großen Ländern der Euro-Zone zu. Die kräftigsten Zuwächse verzeichnete jeweils Deutschland, gefolgt von Italien, Spanien und Frankreich. Während in Deutschland, Österreich und Griechenland die Firmen angesichts wachsender Auftragsrückstände Personal einstellten, gingen in den anderen Ländern und in der Euro-Zone insgesamt unter dem Strich Stellen verloren.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten für den Index - für den NTC monatlich rund 3000 Einkaufsmanager in der Industrie befragt - nur einen Zuwachs auf 54,0 Punkte erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%