Fed-Bericht
US-Konjunktur verliert an Schwung

Noch mehr Hiobsbotschaften: Das Wachstum in den USA schwächt sich weiter ab. In vielen Regionen hat die Konjunktur weiter an Kraft verloren. Auch der Arbeitsmarkt kommt nicht in Gang.
  • 1

WashingtonDas Wirtschaftswachstum ist in rund der Hälfte der USA im Frühsommer erneut zurückgegangen. In sieben von zwölf Regionen sei die Wirtschaft im Juni und Anfang Juli langsamer gewachsen als im Frühjahr, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit. Verantwortlich für die negative Entwicklung seien ein schwacher Immobilienmarkt und Rückgänge in der Industrieproduktion.

Vier Bezirke der Fed meldeten ein leichtes Wachstum. Im fünften Distrikt, Minneapolis, sei die Wirtschaft wegen schlechten Wetters und der Zahlungsunfähigkeit des US-Staats Minnesota weitgehend eingebrochen, hieß es in dem Konjunkturbericht der Fed.

Der Arbeitsmarkt stehe in den meisten Region weiterhin unter hohem Druck. Im Juni seien nur wenige neue Arbeitsplätze ausgeschrieben worden, hatte die US-Regierung bereits kürzlich mitgeteilt.

Sieben Bezirke mit einem starken Agrarsektor hätten unter Dürren und schweren Überflutungen gelitten, hieß es in einem Fed-Bericht. Die Industrieproduktion stieg zwar in allen Regionen. Viele Bezirke meldeten jedoch nur gleichbleibendes oder rückläufiges Wachstum.

Der Report der Fed wird unter der Bezeichnung „Beige Book“ achtmal im Jahr veröffentlicht und stützt sich auf Berichte aus den zwölf Regionalstellen der US-Notenbank.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fed-Bericht: US-Konjunktur verliert an Schwung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Alles nicht so schlimm, Die USA ja ein AAA-Rating. Der absolute Witz. QE 1, OE 2, wobei für 600 Milliarden Dollar Staatsanleihen aufgekauft wurden. Und die USA lahmt und wird immer tiefer in den Abwärtssog gerissen. Einige Bundesstaaten sind in den USA ja schon Pleite und der Rest folgt auf dem Fuß. Jeder Bundesbürger hat ca. 21000 Euro Schulden, jeder Amerikaner dabei aber 35.000 Euro.
    Kein funktionierendes Sozialsystem etc.

    Die USA sind der größte Pleitesstaat der Welt. Ich konnte es nicht glauben, als ich das vor einigen Wochen gelesen habe. Ca 80 Prozent des Staatshaushaltes der USA hängen direkt oder indirekt mit Rüstungsausgaben, Unterhalt der vielen Militärstützpunkte weltweit sowie der Armee zusammen.

    Das kommt davon wenn man gegen jedes Land Krieg führt, das einem strategisch wichtig erscheint oder in dem politische Feinde regieren.

    Um eine militärische Hoheit weltweit vermeintlich erhalten zu können, ruinieren sich die Amerikaner selbst und ihr Land. Das ist die Kehrseite von Kriegsführung !!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%