Fed muss nicht unbedingt mehrere Zinsschritte gehen
Greenspan: Zinserhöhung in USA rückt näher

Die Wirtschaft in den USA ist nach den Worten von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan in eine Phase kräftigeren Wachstums eingetreten, die höhere Leitzinsen erfordern könnte.

HB WASHINGTON. „Wie ich kürzlich anmerkte, müssen die Fed-Zinsen ab einem gewissen Punkt steigen, um einem womöglich aufkommenden Inflationsdruck vorzubeugen“, sagte Greenspan am Mittwoch in Washington bei der turnusgemäßen Anhörung im Wirtschaftsausschuss von US-Repräsentantenhaus und Senat.

Bisher habe die andauernde Phase einer konjunkturunterstützenden Geldpolitik kein Umfeld geschaffen, in dem sich ein umfassender Inflationsdruck aufbauen könnte. „Aber die Federal Reserve erkennt, dass ein nachhaltiger Aufschwung das Bewahren der Preisstabilität erfordert, und wird handeln, wenn notwendig, um dieses sicherzustellen.“

Die US-Notenbank hat nach den Worten ihres Präsidenten Alan Greenspan kein festes Muster bei Zinsänderungen.

Auf eine entsprechende Frage bei seiner Anhörung im gemeinsamen Wirtschaftsausschuss von US-Repräsentantenhaus und Senat antwortete Greenspan am Mittwoch: „Es hat viele Gelegenheiten gegeben, bei denen wir nur einen Schritt gegangen sind und dann aufgehört haben.“ Bei einem Entschluss zu mehreren Zinsänderungen seien diese bisher meistens über einen Zeitraum von einem Jahr vorgenommen worden. Die Zentralbank lege sich aber nicht auf einen festen Zeitrahmen fest.

Greenspan bereitet die Finanzmärkte allmählich auf steigende Zinsen vor. Analysten betrachteten seine Äußerungen als Bestätigung, dass die Fed noch in diesem Jahr die Zinsen anheben wird, damit aber keine Eile hat.

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