Fed-Protokoll
Mitglieder erwogen weitergehende Schritte

Die US-Notenbank Fed veröffentlicht heute das Protokoll vom 9. August. Neben der Niedrigzinspolitik waren in der Sitzung auch Rufe nach entschlosseneren Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur laut geworden.
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WashingtonDer geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Fed hat bei seinem jüngsten Treffen angesichts der schwachen wirtschaftlichen Lage noch weitergehende Maßnahmen erwogen. Dies geht aus den am Dienstag veröffentlichten Protokollen der Sitzung vom 9. August hervor. Unter den diskutierten Schritten war demnach eine Kopplung des Ausblicks für die Zinspolitik an eine bestimmte Arbeitslosenquote. Dies hat die Federal Reserve noch nie zuvor gemacht. Die Schwäche im ersten Halbjahr könne nicht mehr nur mit vorübergehenden Faktoren erklärt werden, hieß es weiter. Vor diesem Hintergrund hätten einige Mitglieder „noch entschlossener handeln“ wollen. Der Dollar verlor nach der Veröffentlichung der Protokolle einen Teil seiner Gewinne zum Euro.

Die Fed hatte sich Anfang August überraschend darauf festgelegt, „mindestens“ zwei Jahre nicht an der Zinsschraube zu drehen und ihre Nullzinspolitik fortzusetzen. Notenbankchef Ben Bernanke hatte für dieses ungewöhnliche Versprechen heftige Kritik einstecken müssen. Auch einige Notenbanker kritisierten seinen Kurs. Die Zahl der Abweichler war mit drei so hoch wie seit den frühen 90er Jahren nicht mehr.

Bernanke hatte sich Ende vergangener Woche beim jährlichen Notenbankertreffen in Jackson Hole alle Optionen offengehalten. Er gab zwar nicht das an den Börsen erhoffte Signal für eine weitere geldpolitische Lockerung (QE3). Allerdings stehe die Fed jederzeit bereit und werde falls nötig handeln. Das nächste reguläre Treffen des FOMC, des über die Geldpolitik der Vereinigten Staaten entscheidenden Offenmarktausschusses der Fed, werde um zwei Tage verlängert. In den Kalendern vieler Investoren ist nun der 21. September als Tag der Entscheidung über weitere Konjunkturhilfen der Federal Reserve rot markiert.

US-Notenbanker Charles Evans sprach sich am Dienstag mit deutlichen Worten für weitere Konjunkturhilfen der Notenbank aus. Er befürworte „aggressivere Maßnahmen“, sagte der Chef der regionalen Fed von Chicago dem Fernsehsender CNBC. „Die starke Konjunkturstütze muss dann einige Zeit aufrecht erhalten werden.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie man mit mehr "easy money" eine völlig verkorkste Bildungs- und Sozialpolitik wettmachen will, wissen nicht mal die Götter. Wie soll ein Land leistungsfähig wirtschaften, in dem zb. 30% der Erwachsenen adipös sind und 30% der Jugendlichen die Schule abbrechen und ca 40% der Staatsausgaben in den Militärapparat fließen? Die USA schaffen sich selber ab, es sei denn die asiatischen Einwanderer übernehmen den Laden.

  • Spätestens jetzt im August würde ich sämtliche Dollaranlagen liquidieren! Uns steht in den nächsten Jahren eine beispiellose Welle an QE-Programmen bevor, welche den Dollar letztendlich komplett schrotten werden.

    Ein normale Zinspolitik der Fed wird nicht mehr möglich sein, da sich die Amerikaner jeglichen strukturellen Reformen verweigern und lieber die Geldmenge massivst ausweiten, um überhaupt kreditwürdig zu bleiben!

    Bis Jahresende QE3 im Volumen von 1,5 Bio. US-Dollar, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Bernanke kann einfach nicht anders, weil er nichts ist, außer ein bodenloser Versager in Sachen Geldpolitik!

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