Festhalten an der Wachstumsprognose
DIHK: Aufschwung nicht schlechtreden

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht derzeit keinen Anlass für eine Senkung seiner Wachstumsprognose. Gleichzeitig hat er vor Pessimismus zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland gewarnt.

HB BERLIN. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte am Donnerstag im Deutschlandradio, der Groß- und Außenhandel sei derzeit durch den starken Euro zwar enorm unter Druck. Dennoch halte er an der DIHK-Prognose fest, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um bis zu zwei Prozent wächst. „Ich denke aber, dass wir vorsichtig sein sollten, nicht zu sehr Kaffeesatz lesen sollten und auch nicht den Aufschwung zerreden sollten.“

Wenn der Export nicht völlig an Schwung verliere, sei für 2004 mit einem Wachstumsbeitrag von einem Prozent zu rechnen. Ferner erwartet Wansleben nach Angaben des Senders keine großen zusätzlichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft durch den hohen Ölpreis und die Anschläge von Madrid.

Der Außenhandelsverband (BGA) hatte am Dienstag seine Wachstumsprognose für den deutschen Export 2004 auf 3,8 von zuvor 4,5 % gesenkt und dies vor allem mit dem starken Euro und dem gestiegenen Ölpreis begründet. Der BGA geht auch nur noch von einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 1,2 statt zuvor noch 1,5 % aus. Die Bundesregierung hält nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) weiter an ihrer Prognose von 1,5 bis zwei Prozent fest.

Zuletzt hatten die Hoffnungen auf eine Erholung der Konjunktur in Deutschland einen Dämpfer erhalten, da einige Frühindikatoren wie der Ifo-Geschäftsklimaindex und der ZEW-Konjunkturindikator überraschend deutlich gesunken waren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%